und das mit Gott rund um die Welt

Von Gott bewegt- Dresden bewegt

Kennt ihr das?
Man läuft durch die Stadt und ist einfach von den Menschen bewegt – aber natürlich auch von der Schönheit der Stadt selbst :-) ?

Da sind die Mädels, die sich gerade aufgetakelt haben, um cool in der Clique dazustehen und die trotzdem unsicher wirken. Da sind auch die Leute, welche um das glatte Überleben kämpfen und mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit ringen. Dem gegenüber stehen die gestandenen Leute aus der Wirtschaft, welche in dem einen Arm ihre Frau halten und im anderen ihr Handy, um schnell noch ein paar Dinge abzuklären. Wieder andere nehmen sich eine Auszeit und kommen in der schönen Stadt zur Ruhe, oder doch ins nachdenken? Daneben steht eine Gruppe, die einen kulturellen Input holt. Andere zieht es raus, um sich noch etwas körperlich zu betätigen.
All dies passiert parallel hinter einer beeindruckenden Altstadt-Siluette, welche in die Dunkelheit strahlt.

Ich liebe es in der Stadt zu wandeln, wobei jedes mal die Stadt mich neu bewegt. Dabei steigen immer wieder die Gedanken auf: Mein Volk braucht die gute Nachricht, welche bewegt und Leben schenkt!!!

Normalerweise zeigt Gott mir dann all die Arbeiter, welche in der Stadt sind und Gemeinde bauen. Diesmal war es anders, ich wurde eher herausgefordert, Gott in den Ohren zu liegen, dass er Arbeiter in die Stadt senden möge, oder die dort bestehenden Gemeinden mobilisiert in den 2 unerreichten Stadtteilen der Stadt- Gemeinde zu bauen. Moment mal, sind wir nicht auch Gemeinde – bin ich nicht ein Teil der Ortsgemeinde Dresden, wenn auch gerade im Aussendienst? Diese Gedanken sind mir neu und fordern mich zur Zeit stark heraus. Doch es ist schön zu wissen, dass ich Gott vertrauen darf, dass er auch in diesen Stadtteilen Gemeinde bauen wird!
Spannend finde ich dabei auch, dass mir diese Gedanken gerade zum Geburtstag der Gemeinde kommen :-) .

Zur Zeit geht mir in Bezug auf Dresden oft das Lied von Colin Tomlin durch den Kopf:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=d61LamkXfwk&feature=related]

Mai 17th, 2008 at 19:43 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Jesus bewegt und macht reich an Liebe

So lautete das diesjährige Motto des Dillenburger Jugendtages und des Christivals. Keine Ahnung warum, aber mein Bauchgefühl meldete sich zu Wort, so dass ich – mehr oder minder spontan – beiden Veranstaltungen beigewohnt habe.
Mein Bauchgefühl lag auch richtig. Diese Tage hatten Tiefgang und beinhalteten tiefgreifende und herausfordernde Themen zugleich für mich.

Was heißt es, dass Jesus uns reich an Liebe macht? Wissen wir dass – und nicht nur mit dem Kopf? Und vor allem spürt es unser Umfeld, dass wir sogar diese Liebe mit anderen teilen? Da stellt sich die Frage, mit wem sollte ich diese Liebe teilen? Mit meinem Nächsten? – Doch wer ist mein Nächster? (Und dass sind nicht nur unsere Freunde :) .

Der Jugendtag forderte uns stark heraus, uns “volllaufenen” zu lassen mit der Liebe Gottes und diese dann mit anderen zu teilen; Liebe praktisch/konkret werden zu lassen.

Auf dem Jugendtag beschäftigte uns am Abend das Thema: Verfolgte Christen. Dabei wurde mir das erste Mal richtig bewusst, dass wir zu einer Minderheit der Christen gehören, denen es sooo gut geht!!!!

Dies unterstrichen auch die Wiederstände bei dem Christival, welche jedoch stark im Rahmen blieben. Was mich allerdings etwas traurig gemacht hat, war der doch sehr einseitig und stark polemische Artikel im Spiegel. Wie lange haben wir noch die Freiheit, unseren Glauben öffentlich Leben zu dürfen, ohne sofort gebrandmarkt und stigmatisiert zu werden? Ich finde es herausfordernd zu sehen, wie weit unsere Toleranz reicht, wie sie auf der einen Seite eingefordert wird und nebenbei auf der anderen Seite gegenüber Andersdenkenden wiederum abgesprochen wird. *Schon komisch*

Das Christival schlug insgesamt in die gleiche Kerbe ein, wie der Jugendtag und stellte die gleiche Herausforderung für mich dar. Was heißt es tätige Liebe zu lieben? Auch wurde ich stark bewegt bei dem Thema Verfolgte Christen. Seit meinem letzten Jerusalemaufenthalt erfahre ich praktisch, was es heißt: “Geht hin in alle Welt!” Leider können ja nicht alle in Jerusalem wohnen und Jesus hat uns gesandt bis in den letzten Winkel der Welt. Das umschließt nicht nur Deutschland und momentan speziell Giessen, sondern auch die Gebiete, wo es nicht so gern gesehen wird, dass man an Jesus, den Sohn Gottes, glaubt.

Ein Lied welches mich gerade in der letzten Zeit geprägt hat und sich zu einem Ohrwurm weiterentwickelte, stammt von Matt Redman:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=SIAdgLR1ZGw&feature=related]

Bin gespannt wie es weiter geht!

P.S.: Momentan geniesse ich einfach nur das Wetter! Wenn das nicht ein Meisterwerk an Schöpfung ist. Ehre, dem der es geschaffen hat. ES WIRD SOMMER!!!!!!

Mai 9th, 2008 at 10:46 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


back to germany- ab zur Uni

Ich darf dankbar auf zwei – sehr herausfordernde, gesegnete, entdeckungsreiche und mich weiterbringende – Monate in Israel und bei dessen Nachbarn zurückblicken. Danke an alle, die mit gefiebert, an mich gedacht und mit gebetet haben. Danke auch für eure Geduld, wenn die Antwort nicht stehenden Fusses kam.

Der Abschied in Jerusalem war nicht einfach für mich gewesen. Das lag zum einen daran, dass ich liebgewonnene Menschen dort zurücklassen musste. Zum anderen waren die Mitarbeiter nicht wirklich bereit, mich zu verabschieden und entliessen mich auf meiner Leavingparty mit “lehitraot” (was so viel wie “bis bald” bedeutet) und haben dazu den Wunsch geäußert “…dann hoffentlich für länger!”.

noch ein paar abschliessende Bilder von der Zeit:

Der Alltag hat mich inzwischen wieder eingeholt und die Uni hat bereits jetzt voll durchgestartet. Die verschiedensten Aufgaben warten auf einen und zugleich kreisen die Gedanken.
Ein Gedanke, welcher mich nun schon gut einen halben Monat bewegt, dreht sich um die Frage, ob und wie wir Spuren im Leben anderer Menschen hinterlassen. Der Auslöser war, dass vor einiger Zeit eine Mitvolontärin und Freundin zugleich, nach Frankreich zurückgeflogen ist. Dies liess für mich die Frage aufkommen, was bleibt nach dem Abschied? Bereits mit ihr zusammen habe ich viel über eine Aussage einer anderen Volontärin diskutiert. “Wir sind alles nur Passagiere im Leben des anderen. Deshalb ist es eigentlich auch nicht nötig, die Namen unseren Mitmenschen zu lernen. Wir leben für ein paar Wochen und Monate an einem Platz zusammen und ziehen dann getrennt weiter.”
Ich glaube, wir können mehr füreinander sein als nur Passagiere. Ich blicke dankbar auf sehr viele prägende Momente zurück. Doch damit wir Spuren im Leben des Anderen hinterlassen können, erfordert es Mut und Kraft sich zu öffnen, zu teilen, mitzuteilen und auch wieder loslassen zu können.
Ich wünsche mir, dass wir wirklich segnende, herausfordernde und weiterbringende Spuren im Leben unserer Mitmenschen hinterlassen!

April 4th, 2008 at 07:22 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Daheim ist es doch am schoensten!

So fuehlten wir uns als wir endlich wieder Israelischen Boden betreten durften.

Helene und ich waren die letzten 5 Tage in Aegypten unterwegs gewesen. Es war fuer uns eine ereignisreiche Zeit, wenn auch die ganze Reise sehr spontan verlief und wir mehr Kultur und Menschen kennen lernten, als das Land an sich.

Bereits letzten Donnerstag starteten wir nach der Arbeit gegen 21 Uhr Richtung Tel Aviv und weiter nach Eilat zur aegyptischen Grenze.

Dabei haben wir unsere erste Erfahrung mit Anschlaegen gemacht. Es war fast wie ein schlechter Film an dem wir teilnahmen. Ueber uns kreisten die Hubschrauber und es wurden immer mehr. Von allen Seiten rueckten unzaehlige Polizeiwagen an, saemtliche Busse fielen aus bzw. fuhren krasse Umwege und keiner war bereit mehr English zu sprechen. Erst in Tel Aviv erfuhren wir, das unweit von unserer Arbeitsstaette in einer Thoraschule 8 junge Menschen von einem jungen Palaestinenser erschossem wurden. Worauf seitdem erheblich die Sicherheitsmassnahmen verschaerft wurden. Wir selbst fuehlen uns nach wie vor vollkommen sicher hier!!!

An der Grenze zu Aegypten bekamen wir vorerst nur ein Einreise-Visa fuer den Sinai, so dass wir bis Sonntag warten mussten, um auch nach Kairo weiter reisen zu duerfen. Als Folge disponierten wir spontan um und steuerten zunaechst Dahab an. Dort verweilten wir am Golf von Aqaba im Sinai. Wir erlebten einen Sonnenaufgang auf dem Berg Sinai und besichtigten anschliessend das St. Katharina Kloster. Danach ging es zurueck an die Grenze nach Taba/ Eilat, um unser grosses Visa fuer Kairo zu erhalten. Im Anschluss durchquerten wir den Sinai und den Suez-Kanal, um nach Kairo zu gelangen. Dort verbrachten wir unsere letzten 2 Tage, die mit den unterschiedlichsten Eindruecken gefuellt wurden. Beispielsweise war es fuer mich interessant zu sehen, wie nah die Pyramiden an die Stadt Kairo selbst herran reichen. So dass wir aus dem Stadtbus ausstiegen und die Wueste betraten, welche nur von einer Mauer umgrenzt wurde, um die Pyramiden und Sphinx’ zu besichtigen.

Unser abschliessendes Fazit: Wer wirklich Aegypten sehen und kennen lernen moechte, sollte ca. 1 Monat Zeit und eine maennliche Begleitung mitbringen ;-) .

IHM sei DANK und EHRE fuer all den Segen und die Bewahrungen, die wir erfahren haben!!!

März 12th, 2008 at 23:12 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


spontan geplant :-)

Wie jede Woche waren wir am ueberlegen, wie wir unseren freien Tag verbringen könnten. Ich wollte eigentlich nach Qumran fahren und einen in der Naehe gelegenen Nationalpark besuchen.

Doch dann kam alles anders:

Beim Abendessen stellten eine Franzoesin und ich fest, dass wir die gleichen Vorstellungen vom Reisen haben. Spontan geplant, stand nach dem Abendessen fest, dass alles anders wird, als geplant. Wir beschlossen, ein paar zusammengesparte Urlaubstage fuer eine Aegyptenreise zu verwenden. Nun nutzen wir gerade unsere Freizeit, um unsere vorraussichtliche Reiseroute fest zu legen. Unser Ziel ist es, mit dem Nachtbus nach Eilat zu fahren und morgens in aller Fruehe ueber die Grenze nach Aegypten zu gelangen. Dann ist unsere Kursrichtung Kairo, die Pyramiden, der Nil, das Tal der Koenige und vieles mehr, was wir so in 5 Tage schaffen koennen. Anschließend heisst es wieder eine zweistellige Zahl an Tagen durchzuarbeiten. Dabei habe ich unser deutsches Wochenende  in letzter Zeit echt schaetzen gelernt :-) .

März 3rd, 2008 at 11:02 | Comments & Trackbacks (3) | Permalink


Jordanien

Zwischenzeitlich ist mein Urlaub schon wieder vorbei und ich bin bereits wieder fleissig am Arbeiten. Dafuer darf ich dankbar auf 4 beeindruckende und ereignissreiche Tage zurueckblicken.

Unsere Reiserute ging von Eilat nach Petra, welches eines der 7 Weltwunder ist. So wandelten wir einem ganzen Tag lang in lebendiger Geschichte und wurden immer wieder neu ueberascht mit landschaftlicher und baulicher Viel- und Schoenheit zugleich. Den herausfordernden Tagesabschluss bildete eine Wanderung durch ein Wadi, welches wir erst Nachts verliessen.

Von Petra setzten wir unsere Reise nach Madaga fort. Dort entdeckten wir ein Ladenschild- in der tiefsten Islamischen Welt- mit der Aufschritt: “Wir sprechen Deutsch”, was wir dann auch gleich mal ausprobiert haben ;-) .

Der Berg Nebo bot fuer mich noch mal eine ganz andere Sicht auf das Land. Hier stand Mose vor vielen, vielen Jahren und Gott zeigte ihm das verheissene Land. Es ist zum greifen nah und doch so fern.

 

Dabei wurde mir mal wieder neu bewusst, das Gott mit Menschen Geschichte schreibt.

Von Berg Nebo nahmen wir noch einen Abstecher zum Toten Meer – ich habe noch nie soviel Kosmetikschlamm auf einmal gesehen. Einfach so- Natur pur!- und fuer jeden zugaenglich, weshalb ich auch gleich welchen eingepackt habe. (Das gab allerdings an der Grenze nach Israel Stress und auch einen Hinweis, das diese Art von Kosmetik auf beiden Seiten des Toten Meeres vorhanden sei :) )

Am Ende des Tages landeten wir in Amman, wo wir 3 verschiedene Busbahnhoefe von insgesamt 5 kennenlernten und ganz nebenbei hrausfanden, dass der Treffpunkt Bushahnhof nicht gerade aussagekraeftig sein muss. Dafuer lernten wir um so besser Amman kennen. Es ist eine Stadt, die erst nach der Staatsgruendung Israel rapide gewachsen ist.

Unsere Reise rundeten wir mit dem Besuch in Jeresh, eine der am besten erhaltensten roemischen Staedte, und einem anschliessenden Burgbesuch ab.

Bei unsere Rueckkehr nach Israel war es, als ob ich einfach nach Hause kommen wuerde. Ein absolutes Gefuehl der Geborgenheit :-) , das ich sonst nur aus meiner geliebten Heimat kenne. Ich kann kaum glauben, das ich nun bereits Halbzeit habe.

März 3rd, 2008 at 10:57 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Schneefloeckchen, weiss Roeckchen- Wann kommst du geschneit?

So oder so aehnlich warteten wir auf den schon lang angekuendigten Schnee und dieser kam dann heute auch. Dafuer gab es einen Extra-Schneeplan in dem wir hier wohnenden Volontaere reichlich bedacht wurden. Denn wenn es bereits nur Schneematch regnet, geht in Jerusalem gar nichts mehr. Die Lehrer bleiben zu Hause und die Schule faellt aus, auch faehrt hier kein Bus mehr weit und breit. Das ist fuer alle Arbeitnehmer ein gutes Argument einen oder mehre Tage Urlaub zu nehmen, weshalb hier viele Arbeitnehmer in froher Erwartung auf den Schnee waren.

Ich hingegen bin sehr dankbar, dass das Schneewetter sich als sehr sprunghaft herausstellt hat, so dass die Freizeitsperre wieder aufgehoben wurde. Somit darf ich morgen Abend zu einem 4 taegigen Ausflug nach Jordanien aufbrechen.

Ab in den warmen Osten :-) !!!!!!

Februar 20th, 2008 at 22:16 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink