das Alltägliche
In Porto Alegre hat mich nun der Alltag wieder eingeholt. So beschäftige ich mich unter der Woche vor allem mit der portugisischen Sprache auf unterschiedlichster Art und Weise.
Montags bereite ich mich hauptsächlich auf meine Sprachpruefung Ende April vor. So trainieren wir in einem Internationalen Sprachkurs 5 Stunden lang das Verständnis von Radiosendungen und Fernsehberichten in leserfreundliche Texte zu verarbeiten, aber auch über alle Alltagsthemen eingehende Gespraeche zu führen, sowie Aufsätze und Leserbriefe zu schreiben.
Dienstags widme ich mich dann den universitären Aufgaben und Hausarbeiten. Nebenher ist dies auch der Tag, an dem ich die unterschiedlichsten Exkursionen unternehme. So geht es beispielweise demnächst in ein Frauengefängnis mit angeschlossener Kinderkrippe oder in eine offene Schule in eine Kommunität (Favela) der Stadt.
Ab Mittwoch beginnen meine Pflichtveranstaltungen. So belege ich hier das Fach “Erziehung, Gesundheit und Körper” Ich finde es spannend darüber nachzudenken, welchen Erziehungsaugftrag wir haben und wie wir ihn bisher wahrnehmen in diesem Bereich. Der Kurs ist für mich jede Woche eine Horizonterweiterung, wenn er auch nicht ganz mein Weltbild widerspiegelt. Die kleinen wöchentlichen Provokationen zu dem Thema regen aber auf jeden Fall zum Nachdenken an, sowie dazu sich Positionen zu den einzelnen Themengebieten zu erarbeiten.
Jeden Donnerstag widme ich mich meinem Hauptschwerpunkt in der Erziehungswissenschaft: der Heil- und Sonderpädagogik. Vormittags beschäftige ich mich mit der “Erziehung in Exklusion und Inklusion“. Hier behandeln wir die herausfordernden Fragen, wie eine Ehe von geistig Schwerstbehinderten, ihre Selbstständigkeit und der Wunsch nach den eigenen 4 Waenden, sowie einem gleichwertigen Studium gestaltet werden können. Am Abend hingegen setzte ich mich mit dem Fach “Interventionspädagogik und die Notwendigkeit von Sonderpädagogik” auseinander. Das spannende an diesem Kurs ist die Interdisziplinarität sowie die Alterspanne der Anwesenden. Diesen Kurs besuchen viele aktive Lehrer, die gerade noch ihre Ausbildung zu ihrem Beruf nachholen. Unser Kurs ist eine gute Mischung aus Mathe- und Geografielehrern sowie Theater- und Erziehungswissenschaftlern. Dieser Kurs beinhaltet auch eine interkulturelle Perspektive. Da der Dozent in Italien studiert hat und uns ein breites Wissen an unterschiedlichen internationalen Herangehensweisen vermittelt.
Die Woche wird schliesslich durch den 4stuendigen Kurs “Erziehung und Gesellschaft” abgerundet. Jeden Freitag gehen mir neue Kronleuchter auf, was meine eigene bzw. kontrastweise die brasilianische Kultur ausmacht. Die Herausforderung besteht dann darin, die neuen Erkenntnisse in der eigenen Pädagogik zur Anwendung zu bringen.
Neben den Kursen kommt die Sprache jeden Tag in vielen Begegnungen mit Studenten zum Einsatz. Gerade der gemeinsame Gang zur Mensa lässt unsere Beziehungen über den Studienalltag hinaus vertiefen. Aber auch im regelmäßigen gemeinsamen Capoeiratraining wachsen die Freundschaften. Dabei besteht meine neueste sprachliche Herausforderung im portogiesischen Gesang bzw. in dessen Improvisation, durch Einflächtung von aktuellen Begebenheiten zur instrumentalen Begleitung.
Wie ihr seht ist das Alltägliche doch sehr abwechslungsreich, wenn auch herausfordernd. Gerade im Bezug auf den Unialltag, da mein tägliches Lesepensum 50 Seiten pro Tag betragen. Hinzu kommt, dass mir noch sehr, sehr viele Vokabeln fehlen (gerade im Kananäisch), doch so wird auf jeden Fall meine Kreativität im beschreiben von Prozessen und Gegenständen gefördert- manchmal sogar grafisch
.
Saudade de Salvador
Inzwischen sind meine 2 Monate Praktikum in Salvador leider vorbei
und ich kann sehr dankbar auf eine prägende, herausfordernde und erfahrungsreiche Zeit zurückblicken. An meinen letzten Arbeitstag hat man für mich sogar noch eine Überraschungsabschlussparty organisiert, wobei ich vollkommen überfordert war, als sich über 70 Leute von mir verabschieden wollten. Das Schönste war, als an der Wand in deutsch stand: “Bis bald! Wir vermissen dich…”
Einen kleinen Einblick, wie tief auch kurze Freundschaften gehen können, bekomme ich mit an Hand von Mails. Zum Beispiel schrieb mir mein Freund, dass die Tage eine Mutter in den Unterrichtsraum gekommen ist und anfing zu weinen. Sie erzählte ihm von unseren Begegnungen während meines Praktikums und dass sie mich ganz einfach vermisst… auch meine ganzen “Was ist das?” Fragen, welche uns alle sehr oft zum Schmuzeln gebracht haben. Habt ihr beispielsweise einmal versucht “Semmelbrösel in einer Fremdsprache zu erklären?
Salvador konnte ich letztendllich von 3 Ebenen kennenlernen:
- 1 Ebene, als Tourist, welcher einfach von der historischen Stadt und ihren natürlichen, kulturellen und baulichen Schönheiten faziniert ist und von der scheinbaren Gemütlichkeit der Bewohner in den Bann gezogen wird.
- 2 Ebene, als hängengebliebener Tourist, von denen es in Salvador sehr viele gibt. Viele Touristen kommen mal für 3 bis 4 Tage nach Salvador und bleiben dann doch Monate, wenn nicht sogar Jahre, da. Man fängt an zu leben, kennt die Menschen in seinen Wohnviertel – zumindestens vom Sehen und weiss, wo man gut einkaufen gehen kann, bzw. auch welche Busse wohin unterwegs sind. Die Hängengeblieben sammeln sich unter anderem im Bispo, einem alternativen Haus, welches durch seine Bewohner sehr international besetzt und mit Brasilianern durchmischt ist. Tagsüber wird den unterschiedlichsten Beschäftigungen nachgegangen, z.B. machen viele in Salvador eine Tanz- und Choreografieausbildung oder lernen bzw. spielen Capoeira .
- Die 3 Ebene kam für mich eher ungeplant, das Leben als Fremder unter Einheimischen. Diese Station war für mich eine ganz neue Situation. Sämtliche Frauen nahmen mich herzlich in ihren Alltag mit auf und brachten mir viele nützliche Sachen bei. So lernte ich immer wieder neue Dinge, z. B., wie man Wäsche auch noch professionell mit den Händen waschen kann, was die typischen und traditionellen Speisen von Bahia sind und wie man sie zubereiten kann. Auch eine Unzahl an neuen Früchten und Gemüsearten lernte ich in Salvador kennen. Es gab mir insgesamt einen Tiefenblick in das bahianische Leben zu Hause, in der Familie, auf Arbeit, beim Sport und in der Freizeit. Ich, als Deutsche, habe dazu noch eine gehörige Portion an gelebter Gastfreundschaft erfahren dürfen.
Leider hat alles ein Ende und so auch mein Aufenthalt in Salvador. Inzwischen hat die Uni in Porto Alegre wieder angefangen und ich habe die Woche meine Wohnungssuche beenden duerfen. Fuer die naechste Zeit wohne ich einer genialen Bibliothek, welche zum Lernen anregt. Die Sonne musste ich nun gegen ein mehr oder weniger Regenwetter eingetauschen. Auch habe ich einen kleinen Schlag bekommen, was den Wechsel von den gastfreundlichen und herzlichen Bahianern zu den doch sehr steifen und distanzierten Gauchoas betrifft. Mit dem Uni- Start haben auch zwangsläufig meine Online-Zeiten wieder stark zugenommen. Von nun an werdet ihr von hier aus wieder etwas regelmässiger auf dem Laufenden gehalten. Entschuldigt, dass die letzten Monate etwas spärlich und still an Informationen verlaufen sind. Demnächst wird es auch wieder farbenfroher, dank meiner neuen Kamera
.
Wie das Leben spielt
Nachdem ich den Sumpf der Gemütlichkeit verlassen hatte, steuerte ich Refice an. Sehr schnell mußte ich feststellen, daß diese Stadt ihrem Ruf als drittgefährlichste Stadt Brasiliens wirklich gerecht wird und man allgegenwärtig diese Gefahr spürt. Eine interessante Erfahrung war, daß in diesen Tagen besonders viele an mich gedacht haben, bzw. auch das Gefühl hatten, um Bewahrung zu beten. Vielen Dank dafür, ich bin bewahrt geblieben!!! Aus diesem Grund verließ ich die Stadt auch sehr schnell wieder. Richtig erholsam war es dagegen mit vielen tollen Stränden und einem ganzen Markt an Hängematten
in Fortaleza. Auch einen gewissen Einblick in das nordöstliche Familienleben durfte ich nebenbei bekommen, sowie einen ersten Krebs knacken
. In dieser Zeit wurde fast das Unmögliche möglich. Ich erhielt einen Anruf, wir haben einen Praktikumsplatz für dich. Kannst du so schnell wie möglich vorbei kommen und mit den Chefs reden? So Schnell wie moeglich waren für mich “nur” 22h Busfahrt bis nach Salvador.
Letzten Dienstag war dann alles besiegelt. Ich werde die nächsten 2 Monate in einem Krankenhaus mit angegliederten Therapiezentrum im Freizeitsbereich tätig sein. Momentan sind hier Ferien, weshalb unsere Freizeitbeschäftigung sehr häufig auch aus Strand- und Kulturausflügen besteht
. Ab Februar, wer hätte das gedacht, besteht mein hauptsächliche Aufgabe darin, Capoeira mit zu der unterrichten
. Besonders spannend finde ich die Kombination, daß ich sowohl mit körperlich und geistig behinderten Menschen Capoeira trainieren werde, als auch mit den Kindern und Jugendlichen in den Favelas spielen darf. In der Mittagspause bekomme ich dann meine eigene Capoeira-Einheit von einen Capoeira-Professor. Momentan bin ich gerade auf der Suche nach meinen Muskeln und wenn ich sie irgend wann einmal finden sollte
, werde ich auch mein ganzes Körpergewicht auf den Handgelenken lagern können. Nebenbei musste ich ihm noch erklären, daß es für uns nicht ganz so selbstverstaendlich ist wie hier, daß alle auf den Händen stehen, bzw. laufen können. Weil mein Praktikum einfach mal der Hit ist, wird nach Dienstschluss für die Mitarbeiter noch ein Tanzkurs angeboten. So heisst es dann ab 18 Uhr- sich ganz auf die Rhythmen von Lambada, Salsa, Samba, Chachacha & Co. einzulassen.
mein Haus
Jeder von uns würde sich über ein Haus freuen, das ihm gehört und worüber er verfügen kann. Aber halt, wir besitzen ja bereits ein Haus. Sind wir uns dessen und der uns daraus erwachsenden Verantwortung bewußt? Bewohnen wir unser Haus wirklich?
Vielleicht fragt sich der eine oder andere von euch, welches Haus das ist?
In diesem Semester habe ich sehr viel über mein Haus, als meinen Körper, gelernt. Dazu belegte ich unter anderem ein Seminar “Pass auf dich auf!” Passen wir auf uns auf? Wie gehen wir mit unserem Körper um, der jeden von uns anvertraut ist. Leben wir in ihm? Nehmen wir ihn wahr? Auch unsere Gefühle? Mein Körper gehört mir, das ist nicht nur ein Spruch der feministischen Bewegung, sondern die Frage, ob ich mir dessen bewußt bin und wirklich meinen Körper wahrnehme und mit ihm fürsorglich umgehe. Gerade uns jungen Menschen ist es vielleicht nicht ganz so bewußt, was für ein Gut Gesundheit und unsere vorhandene Kraft ist. Denken wir kurzfristig und genießen wir unsere Jugend oder denken wir vom Ziel her und trainieren unseren Körper jetzt, damit wir auch im Alter fit bleiben. So ist mir hier gerade ein alter Capoeiramaestre zum Vorbild geworden, welcher mit seinen 76 Jahren uns jeden Hand- und Kopfstand, aber auch sämtliche Überschläge vormacht. Er ist ein weiser Lehrer, der uns herausfordert und uns an unsere köperlichen Grenzen bringt. Er selbst trainiert für sich 4h täglich, bevor er uns die Ehre gibt.
Mein Capoeiralehrer fügte zu diesen Thema noch hinzu, daß jeder Mensch eine Einzigartigkeit in seinen Bewegungen besitzt. Lebe ich diese aus? Was hindert mich daran, wirklich in meinem Haus zu wohnen. Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte ich mich in den letzten Monaten, wobei die praktische Umsetzung noch eine ganze Weile dauern wird.
In dem Kurs Theater lernten wir nicht nur über uns selbst lachen, sondern auch unseren Körper einzusetzen und zu improvisieren. Die Grundlage hierfür sind Kenntnisse über seinen Körper, um ihn dann auch im richtigen Moment bewußt einsetzen zu können.
Akte: Wintersemester 2008
… wird geschlossen und die Sommerferien stehen vor der Tür. Die Temperaturen sind jetzt meistens 35°+ und eigentlich sind alle in Ferienstimmung. Was bringt der Sommer? 3 Monate Ferien (die Welt entdecken;-)) . Die Brasilianer würden jetzt noch hinzufügen- Strand
.
Diese Woche habe ich 2 Kurse abgeschlossen und die anderen werden die kommende Woche beendet. Dies möchte ich zum Anlass nehmen und auf die letzten 4 Monate zurück schauen, etwas rekapitulieren was ich alles wahrnehmen bzw. lernen durfte. Mein Semester bestand aus 4 Kurse an der Uni, sowie einen Sprachkurs und Capoeiratraining. Für die Statistikfans bestand es aus:
- 2 Vorträgen
- 2 Klausuren
- 2 Sprachprüfungen
- 5 Exkursionen
- Filmdiskussion
- Entwicklung eines kleinen Theaterstückes & dessen Aufführung
- 6 kleine bis mittlere Hausarbeiten
- 6x wöchentlich Capoeiratraining.
Die Spracherkenntnisse erweitern und vertiefen sich ja glücklicherweise mit jeden Gespräch
. Es macht aber auch langsam Spass, wenn Sprache nun nicht mehr nur Barriere ist, sondern wenn man langsam anfängt Lieder, die für einen Improvisiert werden, oder auch kleine Wortspielereien zu verstehen. Nach wie vor stellt die Sprache für mich die größte Herausforderung dar, an der ich mich täglich reibe. Deshalb wird natürlich auch in den Ferien weitertrainiert
.
Das Leben
… spielt manchmal anders, als man denkt. So ziehe ich jedenfalls das Fazit von meinen kurzweiligen Praktikum bei der Cena. Bereits nach 5 Tagen bin ich wieder gegangen, mit sehr vielen Eindrücken, Erlebnissen und viel Stoff zum Nachdenken. Gelernt habe ich viel und es hat mir auch einen Anstoß für ein eventuelles Diplomarbeitsthema gegeben. Die Kürze der Begegnung hat verschiedene Gründe, aber es ist gut so, wie es ist.
Sprachstudien
Im Portugiesischen gibt es nur ein Wort fuer Zeit und Wetter (o tempo). Interessanter Weise ist das (Wetter) entgegengesetzt zu den Deutschen Gefilden. So befinde ich mich gerade im tiefsten Winter und freue mich schon riesig auf den Fruehling. Nicht nur, weil dann alles wieder zu bluehen anfaengt, sondern auch, weil die Kaelte dann endlich ein Ende hat. So laufen wir hier gerade alle im Wintermantel und mit Handschuhen drinnen wie draussen herum.
Neben der angebrochen Eiszeit finde ich es gerade herausfordernd, mit den Zeitverschiebungen der einzelnen Zeitzonen umzugehen. Da gestaltet sich manch ein persoenlicher Kontakt in eine andere, ganz entgegengesetzte Zeitzonne echt schwierig :-/, gell ihr Israelis.
Zwischenzeitlich habe ich es geschafft, mich bei einem Sprachkurs anzumelden. Diese haben mit mir ein paar Tests durchgefuehrt und mich gleich in den Aufbaukurs gesteckt. Ich habe zwar nicht das Gefuehl, dass ich soweit waere, bin aber schon gespannt, wie ich mich schlagen werde. Bei den Test – wer haette das gedacht – habe ich muendlich vieeeel besser als schriftlich abgeschlossen. Aber dass kennen wir ja bereits schon von Deutschland.
Lustig finde ich es gerade bei internationalen Treffen, dass neben der ersten Sprachebene Deutsch (wir sind doch immer in der Ueberzahl) und English, auch zunehmend mehr portugisisch gesprochen wird. So hoert man Hollaender, Italianer, Deutsche, Koreaner, Argentiner und natuerlich Brasilianer miteinander munter ein nicht ganz ausgereiftes Portugisch kommunizieren
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Ein ganz normaler Uni-Tag !
Wenn ich mich morgens zwischen 9 und 10 Uhr Richtigung Uni begebe, erwacht die Stadt langsam zum Leben. Immer mehr Menschen füllen die Straßen, Busse kommen und fahren, die Ladenbesitzer machen gerade noch mit ihrem Besen den Platz vor dem Geschäft sauber und die Rollläden der Geschafte öffnen sich.
Zunächst komme ich an einem Stand vorbei, wo ich mir für den Tag 2 Plastikchips besorge, um damit meine benötigten Bustickets zu haben. An der Bushaltestelle finde ich auch gleich die erste Schlange wieder
.
Nachdem jeder Passagier im Bus bezahlt hat, entweder bar, in Form des Chips oder mit ´ner Art Gutschriftchipkarte, kann die Fahrt losgehen. Das Interessante dabei ist, daß die Leute dem Bus an der Haltestelle zuwinken müssen, damit er anhält. Hält der Bus auf Wunsch eines Passagieres an, dann pfeift oder kommuniziert der Kassierer, wenn der letzte Fahrgast hinten ausgestiegen ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann.
Schritt für Schritt
… in Richtung Brasilien!
Zunächst kam ein positive Rückmeldung aus São Paulo. Zwar noch keine definitive Zusage, doch ein positives Signal. Das macht Mut!!!
Dafür gibt es bereits liebe Menschen in Porto Alegre, die mich vom Flughafen abholen würden und wo ich sogar die ersten 2 Monate in Porto Alegre wohnen könnte.
Ich habe zwar noch keine Ahnung wie sich alle Unbekannte zu einem Bild zusammenfügen werden, doch irgendwie entwickelt sich da eine Idee wie alle die verschieden Teilchen einen Sinn ergeben.
Bin echt gespannt, was die nächsten Wochen noch alles passieren wird
!
kleines Up- Date
Ins Semester bin ich zunächst mit einem Sprint durch gestartet. Da war zum einen das Einleben in meine neue WG, wobei noch nicht alle Bewohner von der vorlesungsfreien Zeit zurückgekehrt sind.
Daneben hat es dieses Semester glatte 3 Wochen gedauert, bis der endgültige Stundenplan entstanden ist. Dieser ist dafür aber auch ein sehr entspannter Stundenplan
geworden!!! Neben den vielen Koordinierungsversuchen von diversen Pflichten und Veranstaltungen, habe ich bereits mein erstes Referat “Diagnostik als Rehistorisierung” (das Umschreiben von Kranken- in Lebensgeschichten) gehalten, sowie etwas an Pflichtlektüre abhacken können. Nach diesen ersten 3 Semesterwochen geht es jetzt etwas chilliger weiter
, wenn auch mit Sicherheit nicht langweilig.
Letztes Wochenende hatte meine jüngere Nichte Konfirmation. Die Zeit mit meiner Familie in engeren und weiteren Sinne konnte ich sehr geniessen. Dabei ist mir echt nochmals bewusst geworden, dass Eltern uns nur ein Stück unserer Reise ganz eng begleiten können. Irgendwann bekommen dann die Kinder Flügel, die sie dann auch gebrauchen. Dabei ist es auch immer wieder schön daheim zwischen zu landen. Auf der anderen Seite kann man echt dankbar sein, dass es ein paar bekannte Weggefährten am Wegrand gibt, welche über längere Distanzen mit dabei sind, begleitend mitgehen, mitdenken oder Anteil nehmen. Es ist echt ein Vorrecht, so eine tolle Familie zu haben!!!!
In Giessen habe ich nun endlichen einen Hauskreis gefunden, wo ankommen erlaubt ist- so wie man ist! Unter Hauskreis versteht man in diesem Fall eine internationale Gruppe junger Leute, die sich wöchentlich trifft, um über Gott und die Welt zu quatschen, voneinander zu lernen, füreinander da zu sein und gemeinsam zu entdecken was in der Bibel steht.
PS.: Meine Reiseberichte haben noch ein kleines Bilder- up-date erfahren.
