und das mit Gott rund um die Welt

Ausbruch aus der Mittelmäßigkeit

Zur Zeit merke ich, wie Gott mich stark herausfordert und eine weitere Lektion im Bereich “mutiger Glaube” hinzufügt. Zunächst habe ich mit ihm gerungen, bis ich mein Herz voll öffnen und IHM 100% vertrauen schenken konnte, dass er wirklich das Beste für mein Leben will. Aktuell bin ich gerade dabei zu buchstabieren, was es heißt:

Schmecke und sieh, dass der Herr gut ist. Freuen darf sich, wer auf ihn vertraut! Das Volk des Herrn soll mit Ehrfurcht vor ihn treten, denn die ihn ehren, haben alles, was sie brauchen.” Psalm 34,9-10

Juni 15th, 2008 at 20:57 | Comments & Trackbacks (2) | Permalink


vollgepackt

Es ist der Hammer wie die Wochen dahin fliegen! Gerade noch beim Christival in Bremen gewesen, danach in Dresden und nun liegt bereits ein weiterer Ausflug nach Heidelberg hinter mir.

Heidelberg? Beim Christival bin ich erneut auf die Studentenarbeit “Campus für Christus” aufmerksam geworden, welche auch in Brasilien vertreten ist. Manchmal muss man erst nach Bremen reisen, damit man auf das naheliegende stößt ;-). Denn Campus für Christus hat seinen deutschen Hauptsitz in Giessen stationiert. Damit ich den Pulsschlag von Campus besser fassen kann, habe ich die Möglichkeit erhalten jeden Mittwoch Vormittag bis Ende des Semester in die verschiedenen Arbeitsbereiche (http://www.campus-d.de) einen Einblick zu erhalten.

So durfte ich letztes Wochenende bei einer Studentenfreizeit in Heidelberg mit dabei sein. Diese forderte mich stark heraus! Gleichzeit motivierte sie mich, neu mit Gott in ein neues Abenteuer zu starten ;-) .

Das Abendteuer läuft und jeder Tag bringt neue kleine und große Herausforderungen mit sich, welche eine Bereicherung für mein Leben darstellen. Ich bin gespannt, wo die Reise enden wird- wenn ich auch gerade den Zustand einfach nur genieße!!!

Vielen Dank an euch alle, die ihr in letzter Zeit mich so stark getragen habt, ermutigt und in Gebeten bei mir ward! Ich merk einfach nur, das sehr viele Dinge gerade aufbrechen und ich verantwortlich mit meiner Zeit und meinen Ressourcen umgehen lernen muss. Ich hab nicht die Wahl zwischen gut oder schlecht, sondern muss unter all den guten Dingen, den Weg finden, welcher passt und richtig ist und diesen dann geradlienig verfolgen.

Doch eins steht fest: Egal was läuft- Alles vermag ich nur in dem, der mich kräftigt!!!

Juni 8th, 2008 at 15:33 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Von Gott bewegt- Dresden bewegt

Kennt ihr das?
Man läuft durch die Stadt und ist einfach von den Menschen bewegt – aber natürlich auch von der Schönheit der Stadt selbst :-) ?

Da sind die Mädels, die sich gerade aufgetakelt haben, um cool in der Clique dazustehen und die trotzdem unsicher wirken. Da sind auch die Leute, welche um das glatte Überleben kämpfen und mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit ringen. Dem gegenüber stehen die gestandenen Leute aus der Wirtschaft, welche in dem einen Arm ihre Frau halten und im anderen ihr Handy, um schnell noch ein paar Dinge abzuklären. Wieder andere nehmen sich eine Auszeit und kommen in der schönen Stadt zur Ruhe, oder doch ins nachdenken? Daneben steht eine Gruppe, die einen kulturellen Input holt. Andere zieht es raus, um sich noch etwas körperlich zu betätigen.
All dies passiert parallel hinter einer beeindruckenden Altstadt-Siluette, welche in die Dunkelheit strahlt.

Ich liebe es in der Stadt zu wandeln, wobei jedes mal die Stadt mich neu bewegt. Dabei steigen immer wieder die Gedanken auf: Mein Volk braucht die gute Nachricht, welche bewegt und Leben schenkt!!!

Normalerweise zeigt Gott mir dann all die Arbeiter, welche in der Stadt sind und Gemeinde bauen. Diesmal war es anders, ich wurde eher herausgefordert, Gott in den Ohren zu liegen, dass er Arbeiter in die Stadt senden möge, oder die dort bestehenden Gemeinden mobilisiert in den 2 unerreichten Stadtteilen der Stadt- Gemeinde zu bauen. Moment mal, sind wir nicht auch Gemeinde – bin ich nicht ein Teil der Ortsgemeinde Dresden, wenn auch gerade im Aussendienst? Diese Gedanken sind mir neu und fordern mich zur Zeit stark heraus. Doch es ist schön zu wissen, dass ich Gott vertrauen darf, dass er auch in diesen Stadtteilen Gemeinde bauen wird!
Spannend finde ich dabei auch, dass mir diese Gedanken gerade zum Geburtstag der Gemeinde kommen :-) .

Zur Zeit geht mir in Bezug auf Dresden oft das Lied von Colin Tomlin durch den Kopf:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=d61LamkXfwk&feature=related]

Mai 17th, 2008 at 19:43 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Jesus bewegt und macht reich an Liebe

So lautete das diesjährige Motto des Dillenburger Jugendtages und des Christivals. Keine Ahnung warum, aber mein Bauchgefühl meldete sich zu Wort, so dass ich – mehr oder minder spontan – beiden Veranstaltungen beigewohnt habe.
Mein Bauchgefühl lag auch richtig. Diese Tage hatten Tiefgang und beinhalteten tiefgreifende und herausfordernde Themen zugleich für mich.

Was heißt es, dass Jesus uns reich an Liebe macht? Wissen wir dass – und nicht nur mit dem Kopf? Und vor allem spürt es unser Umfeld, dass wir sogar diese Liebe mit anderen teilen? Da stellt sich die Frage, mit wem sollte ich diese Liebe teilen? Mit meinem Nächsten? – Doch wer ist mein Nächster? (Und dass sind nicht nur unsere Freunde :) .

Der Jugendtag forderte uns stark heraus, uns “volllaufenen” zu lassen mit der Liebe Gottes und diese dann mit anderen zu teilen; Liebe praktisch/konkret werden zu lassen.

Auf dem Jugendtag beschäftigte uns am Abend das Thema: Verfolgte Christen. Dabei wurde mir das erste Mal richtig bewusst, dass wir zu einer Minderheit der Christen gehören, denen es sooo gut geht!!!!

Dies unterstrichen auch die Wiederstände bei dem Christival, welche jedoch stark im Rahmen blieben. Was mich allerdings etwas traurig gemacht hat, war der doch sehr einseitig und stark polemische Artikel im Spiegel. Wie lange haben wir noch die Freiheit, unseren Glauben öffentlich Leben zu dürfen, ohne sofort gebrandmarkt und stigmatisiert zu werden? Ich finde es herausfordernd zu sehen, wie weit unsere Toleranz reicht, wie sie auf der einen Seite eingefordert wird und nebenbei auf der anderen Seite gegenüber Andersdenkenden wiederum abgesprochen wird. *Schon komisch*

Das Christival schlug insgesamt in die gleiche Kerbe ein, wie der Jugendtag und stellte die gleiche Herausforderung für mich dar. Was heißt es tätige Liebe zu lieben? Auch wurde ich stark bewegt bei dem Thema Verfolgte Christen. Seit meinem letzten Jerusalemaufenthalt erfahre ich praktisch, was es heißt: “Geht hin in alle Welt!” Leider können ja nicht alle in Jerusalem wohnen und Jesus hat uns gesandt bis in den letzten Winkel der Welt. Das umschließt nicht nur Deutschland und momentan speziell Giessen, sondern auch die Gebiete, wo es nicht so gern gesehen wird, dass man an Jesus, den Sohn Gottes, glaubt.

Ein Lied welches mich gerade in der letzten Zeit geprägt hat und sich zu einem Ohrwurm weiterentwickelte, stammt von Matt Redman:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=SIAdgLR1ZGw&feature=related]

Bin gespannt wie es weiter geht!

P.S.: Momentan geniesse ich einfach nur das Wetter! Wenn das nicht ein Meisterwerk an Schöpfung ist. Ehre, dem der es geschaffen hat. ES WIRD SOMMER!!!!!!

Mai 9th, 2008 at 10:46 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


back to germany- ab zur Uni

Ich darf dankbar auf zwei – sehr herausfordernde, gesegnete, entdeckungsreiche und mich weiterbringende – Monate in Israel und bei dessen Nachbarn zurückblicken. Danke an alle, die mit gefiebert, an mich gedacht und mit gebetet haben. Danke auch für eure Geduld, wenn die Antwort nicht stehenden Fusses kam.

Der Abschied in Jerusalem war nicht einfach für mich gewesen. Das lag zum einen daran, dass ich liebgewonnene Menschen dort zurücklassen musste. Zum anderen waren die Mitarbeiter nicht wirklich bereit, mich zu verabschieden und entliessen mich auf meiner Leavingparty mit “lehitraot” (was so viel wie “bis bald” bedeutet) und haben dazu den Wunsch geäußert “…dann hoffentlich für länger!”.

noch ein paar abschliessende Bilder von der Zeit:

Der Alltag hat mich inzwischen wieder eingeholt und die Uni hat bereits jetzt voll durchgestartet. Die verschiedensten Aufgaben warten auf einen und zugleich kreisen die Gedanken.
Ein Gedanke, welcher mich nun schon gut einen halben Monat bewegt, dreht sich um die Frage, ob und wie wir Spuren im Leben anderer Menschen hinterlassen. Der Auslöser war, dass vor einiger Zeit eine Mitvolontärin und Freundin zugleich, nach Frankreich zurückgeflogen ist. Dies liess für mich die Frage aufkommen, was bleibt nach dem Abschied? Bereits mit ihr zusammen habe ich viel über eine Aussage einer anderen Volontärin diskutiert. “Wir sind alles nur Passagiere im Leben des anderen. Deshalb ist es eigentlich auch nicht nötig, die Namen unseren Mitmenschen zu lernen. Wir leben für ein paar Wochen und Monate an einem Platz zusammen und ziehen dann getrennt weiter.”
Ich glaube, wir können mehr füreinander sein als nur Passagiere. Ich blicke dankbar auf sehr viele prägende Momente zurück. Doch damit wir Spuren im Leben des Anderen hinterlassen können, erfordert es Mut und Kraft sich zu öffnen, zu teilen, mitzuteilen und auch wieder loslassen zu können.
Ich wünsche mir, dass wir wirklich segnende, herausfordernde und weiterbringende Spuren im Leben unserer Mitmenschen hinterlassen!

April 4th, 2008 at 07:22 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


O Happy Day!

Es ist momentan sehr interessant, die Stadt und ihr Treiben zu beobachten.

Wir Christen gedenken diese Tage dem letzten Abendmahl, der Kreuzigung und feiern die Auferstehung Jesus Christus, des Sohnes Gottes, welcher fuer unsere Schuld gestorben ist, damit wir leben koennen.

Am Sonntagmorgen haben wir gemeinsam im Gartengrab bekannt:

“Oh happy day, The Lord is risen. Oh happy day, You washed my sin away.”

Fuer mich war es spannend, gemeinsam mit den verschiedensten Nationen die Auferstehung Jesu zu feiern. Es war wie ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel!!!

Am Abend zuvor wurde mir aber auch die jetzige Realitaet bewusst gemacht. Wir waren bei der Taufe von Fadis Sohn. Im Anschluss gab es eine traditionelle Osterprozession – bei der Jesu als Herr der Welt bekannt wurde. Diese wurde leider etwas unsanft von Muslimen unterbrochen, die auf die Prozession mit Messern losgingen. Dabei gab es leider auch Verletzte :-/. Mir wurde sehr stark bewusst, was Verfolgung heisst. Mich hat es auch sehr stark beruehrt, wie wir von den umstehenden Maennern geschuetzt wurden und genug Zeit bekommen haben, uns in Sicherheit zu bringen. Eine Volontaerin errinnerte diese Begebenheit an eine Graphtischmiererei in der Stadt: “Am Samstag toeten wir Juden und am Sonntag Christen.”

Zur gleichen Zeit feiern die Juden gerade Purim, welches im Buch Esther seinen Ursprung findet. Hierzu verkleiden sich alle Juden und feiern ausgelassen. Es ist auch die einzige Gelegenheit im Jahr, um mehr als ein Glas Alkohol zu trinken. In den Synagogen wird am Shabbatmorgen das ganze Buch Esther vorgelesen.

März 25th, 2008 at 11:30 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Imagine!

Gehoert mit zu den Aufforderungen, welche mir in letzter Zeit des oefteren begegnet sind.

Dieses Lied begleitet mich nun schon einige Wochen und beschreibt ein Stueck von dem, worueber ich mir in der letzten Zeit Gedanken mache:

[youtube=http://youtube.com/watch?v=N3LUc78vbDk&feature=related]

März 15th, 2008 at 21:20 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


Die Sandalen der Sehnsucht

Ich wusste nicht wer sie mir heimlich angezogen

die Sandalen der Sehnsucht

 

aber ich ging in ihnen

ging, ging, ging

sie wuchsen mit mir

wurden duenn und schmiegsam

die Sandalen der Sehnsucht

 

wir sassen unterm Tulpenberg

in Farnwald

unter dem Spruehregen

die Sandalen der Sehnsucht und ich

 

wo sind sie jetzt, wo?

sie muessen in mir sein

sie tragen mich durch

das Sumpfland Zweifel

und die Sandoede Trauer

 

sie tragen mich immerzu

immerzu ihm zu

der sie mir heimlich angezogen

die Sandalen der Sehnsucht

K. Hohl-Hauser

P.S: Dieses Gedicht bringt vieles, was ich momentan empfinde, auf den Punkt!

März 14th, 2008 at 09:01 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


die nie vollendeten Zeilen…

Immer wieder habe ich einen neuen Versuch gestartet, ein neues Posting fertig zu stellen. Doch momentan sind die Eindruecke so dicht, dass sie nicht alle bis zu Ende durchdacht sind, oder sich noch in der Reifung befinden. Trotz allem moechte ich euch in ein paar Gedankenfetzen mit hinein nehmen.

  • Von Haifa nach Jerusalem

Bereits in der ersten Woche mussten mein Arbeitgeber in Haifa und ich feststellen, dass es nicht wirklich ein Arbeitsfeld fuer mich gibt und die Zeit einfach so tot zu schlagen, wollte ich auch nicht unbedingt. Aus diesem Grund wechselte ich letzten Freitag an meinen alten Sommervolontaersplatz nach Jerusalem (En Karem – angeblicher Geburts- und Wohnort von Johannes dem Taeufer) zurueck.

Als ich hier ankam, wusste ich erneut, dass ich heim gekommen bin. Es war ein sehr herzlicher Empfang und ich geniesse es in vollen Zuegen hier zu sein.

Ihr fragt euch sicher, was ich hier so den ganzen Tag mache, doch am besten ihr seht es selbst in unserem Clip vom Sommer:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7iZDjxS3Ssc&feature=related]

Dieser Clip spiegelt aber nicht die Relation zwischen Arbeit und Reisen wieder. So haben wir 6 Tage die Woche von 6.30 bis 9Uhr und 15-19 Uhr zu arbeiten. An unserem freien Tag nutzen wir die Gelegenheit raus zu kommen und zu reisen. So war ich gestern zum Beispiel in Jericho gewesen, auf dem Berg, wo Jesus Versucht worden ist, Zacharaeu von Jesus vom Baum geholt wurde und auch sonst Geschichte geschrieben worden ist. Zudem haben wir die Aussicht genossen und manch kleines Abenteuer erlebt ;-) .

Doch neben vielen Schoenem erleben wir genauso Alltag:

  • 3x taeglich Essenschlachten, weil unsere Kinder meist nicht in der Lage sind das Essen wirklich zu schlucken, sie damit spielen oder aber ihre Zunge das Essen blockiert
  • Regelmaessige Wasserschlachten beim Duschen, wo man sich manchmal fragt wer mehr geduscht wurde
  • Windelwechseln
  • taeglich zu gestaltende Aktivitaets- und Therapiezeiten
  • die Sache mit den Religionen:

In Israel treffen die verschiedensten Religionen aufeinander und ich finde es sehr herausfordernd, mit diesem Phaenomen umzugehen. Die Religionen aehneln sich in vielen Punkten und zu gleich gibt es gravierende Unterschiede. Diese koennen entweder mit Toleranz stehen gelassen bzw. zugedeckt werden, oder aber zu starken Reibungsflaechen werden. In der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Religionen fordert mich die allseits beliebte Frage heraus: “Was glaubst du persoenlich?” Es geht hier nicht um Wissen, oder denken, sondern um echten, gelebten Glauben. Mir persoenlich ist ganz neu wieder bewusst geworden, dass wir zur Freiheit von Christus berufen sind. Diese Freiheit wirklich zu leben, ist fuer mich gerade eine taegliche Herausforderung.

  • an ihren Fruechten:

    … werdet ihr sie erkennen. So oder so aehnlich ist es nicht nur mit dem gelebten Glauben, sondern auch mit dem Obst. Es ist der Hammer wie gut hier das Obst ist :-) . So gab es die Tage frische Erbeeren, damit wir gesund bleiben und fit sind. Ich geniesse es, durch den Garten zu schlaendern und mir frische Zitronen, Orangen, Pampelmusen oder Mandarinen zu fluecken.

  • Shalom Shabbat, shalom:

Dies ist die Begruessung von Freitag Vormittag bis Samstag. Anders als bei uns wird hier wirklich, zu mindestens aeusserlich, der 7. Wochentag geheiligt und zur Ruhe angehalten. Dass mit der woechentliche verordneten Ruhe finde ich sehr angenehm und erholsam zugleich, wobei ich dass allerdings in der praktischen Umsetzung erst noch lernen muss. Denn gerade zwischen Freitag Nachmittag und dem Sonnenuntergang Samstags fallen mir viele Dinge ein, welche ich erledigen bzw. machen koennte. So bin ich unter anderem vergangenen Freitag von Haifa nach Jerusalem zu meiner alten Arbeitsstelle umgesiedelt. Nach einer 3 stuendigen Busfahrt musste ich allerdings kurzer Hand feststellen, dass bereits der letzte Bus gefahren ist. Somit hatte ich die Wahl zwischen einem 2 stuendigen Fussmarsch, Trampen mit einem der letzten Autos Richtung En Karem, oder aber ein Sammeltaxi zu nehmen. Nach laengeren Verhandlungen ueber den Preis entschied ich mich letztendlich fuer das Letztere. Am Shabbat wird man dazu angehalten, selbst nicht zu arbeiten und auch andere dazu nicht anzuhalten. Das hat sehr praktische Auswirkungen in allen Bereichen des Lebens, so dass es wirklich ein erholsamer Tag fuer alle ist und wirklich Zeit da ist fuer Wesentliches.

In diesem Sinne: Shabbat, shalom Shabbat

Februar 18th, 2008 at 10:19 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


Gottes Timing- Alles ist Gnade

Nun ist bereits der erste Monat des Jahres 2008 vergangen und es ist der Hammer, was schon alles passiert ist.

Zunächst lernte ich am Anfang des Jahres 2008 neu, dass meine Kräfte endlich sind. Mein Körper verordnete mir eine Zwangspause, bei der ich neu Kräfte für den kompletten Monat auftanken konnte. Dieser sollte es noch in sich haben!!!!

Gerade zu Beginn des neuen Jahres wurde mir durch den Tot von Hanna (die Frau, welche ich 3 Monate begleiten durfte) wieder mal neu bewußt gemacht, dass das Leben endlich ist. In diesen Tagen schwirrte mir vorallem Prediger 3 durch den Kopf:
“Alles hat sein Zeit!… Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.”

Dass alles seine Zeit haben sollte, zeigte sich auch in den folgenden Wochen. So hieß es viele organisatorische Dinge fuer das Studium, Israel und das baldige Auslandsjahr unter einen Hut zu bekommen, die so manches mal auf sich warten liessen. Doch wenn es auch ab und zu zeitlich sehr eng wurde, so ist es im Nachhinein ein Geschenk wie sich letzendlich alles zusammen gefuegt hat.

Zum Beipiel:

  • 3 Tage vor meinem Abflug nach Israel hatte ich die definitive Zusage aus Haifa, dass ich die kommenden Monate bei ihnen auf dem Berg Carmel arbeiten darf :-) . Es ist eine wahsinnig schoene Gegend mit Blick auf das Meer.
  • Morgens um 4.39 startete ich am Freitag mit den ersten Zug Richtung Berlin Tegel. Da war es fuer mich ein Geschenk, das Rebekka mich zu so einer unmenschlichen Zeit zum Bahnhof gebracht hat. In Berlin angekommen, streikten die Verkehrsbetriebe, so dass in der Stadt Berlin nichts mehr ging. Selbst Taxis waren schwer zu bekommen, weil alle irgendwie die Arbeit erreichen mussten und die Stadt dicht war. Der einzige Bus, welcher fuhr , war der zum Flughafen :-) .
  • Als naechstes lernte ich ein juedisches Ehepaar im Flugzueg kennen, dass mich nicht nur an den begehrten Fensterplatz lies, sondern mich auch gleich mit nach Haifa genommen hat :-) . Was fuer ein Geschenk!!!- wenn man bedenkt, das ich am Shabbatbeginn angekommen bin. Sprich Freitag mit dem Sonnenuntergang laeuft in der juedischen Welt nichts mehr, z.B. faehrt kein Bus und alle Glaeubigen sind in der Synagoge. Eigentlich haette ich ein Sammeltaxi nehmen muessen um nach Haifa und ein weiteres um auf den Berg Carmel zu gelangen. Das blieb mir aber so alles erspart ;-) .
  • Auch ist es ein Geschenk einfach hier in Israel zu sein. Ich geniesse momentan Israel mit allen 5 Sinnen und fuehle mich voll zu Hause. Spannend ist es hier die Arbeitsanweisungen auf Hebraeisch zu erhalten oder auch einfach nur Exel mit der Spracheinstellung Hebraisch zu benutzten. Damit das in Zukunft besser klappt, erhalte ich jetzt jeden Tag zum Fruehstueck eine kleine Lektion Hebraeisch. Mal sehen wie weit wir kommen werden ;-)
  • Ein weiteres Geschenk ist fuer mich die Natur, ueber die ich immer wieder neu ins Staunen gerate. Seht einfach selbst:

Februar 5th, 2008 at 10:41 | Comments & Trackbacks (3) | Permalink