und das mit Gott rund um die Welt

back to germany- ab zur Uni

Ich darf dankbar auf zwei – sehr herausfordernde, gesegnete, entdeckungsreiche und mich weiterbringende – Monate in Israel und bei dessen Nachbarn zurückblicken. Danke an alle, die mit gefiebert, an mich gedacht und mit gebetet haben. Danke auch für eure Geduld, wenn die Antwort nicht stehenden Fusses kam.

Der Abschied in Jerusalem war nicht einfach für mich gewesen. Das lag zum einen daran, dass ich liebgewonnene Menschen dort zurücklassen musste. Zum anderen waren die Mitarbeiter nicht wirklich bereit, mich zu verabschieden und entliessen mich auf meiner Leavingparty mit “lehitraot” (was so viel wie “bis bald” bedeutet) und haben dazu den Wunsch geäußert “…dann hoffentlich für länger!”.

noch ein paar abschliessende Bilder von der Zeit:

Der Alltag hat mich inzwischen wieder eingeholt und die Uni hat bereits jetzt voll durchgestartet. Die verschiedensten Aufgaben warten auf einen und zugleich kreisen die Gedanken.
Ein Gedanke, welcher mich nun schon gut einen halben Monat bewegt, dreht sich um die Frage, ob und wie wir Spuren im Leben anderer Menschen hinterlassen. Der Auslöser war, dass vor einiger Zeit eine Mitvolontärin und Freundin zugleich, nach Frankreich zurückgeflogen ist. Dies liess für mich die Frage aufkommen, was bleibt nach dem Abschied? Bereits mit ihr zusammen habe ich viel über eine Aussage einer anderen Volontärin diskutiert. “Wir sind alles nur Passagiere im Leben des anderen. Deshalb ist es eigentlich auch nicht nötig, die Namen unseren Mitmenschen zu lernen. Wir leben für ein paar Wochen und Monate an einem Platz zusammen und ziehen dann getrennt weiter.”
Ich glaube, wir können mehr füreinander sein als nur Passagiere. Ich blicke dankbar auf sehr viele prägende Momente zurück. Doch damit wir Spuren im Leben des Anderen hinterlassen können, erfordert es Mut und Kraft sich zu öffnen, zu teilen, mitzuteilen und auch wieder loslassen zu können.
Ich wünsche mir, dass wir wirklich segnende, herausfordernde und weiterbringende Spuren im Leben unserer Mitmenschen hinterlassen!

April 4th, 2008 at 07:22 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


O Happy Day!

Es ist momentan sehr interessant, die Stadt und ihr Treiben zu beobachten.

Wir Christen gedenken diese Tage dem letzten Abendmahl, der Kreuzigung und feiern die Auferstehung Jesus Christus, des Sohnes Gottes, welcher fuer unsere Schuld gestorben ist, damit wir leben koennen.

Am Sonntagmorgen haben wir gemeinsam im Gartengrab bekannt:

“Oh happy day, The Lord is risen. Oh happy day, You washed my sin away.”

Fuer mich war es spannend, gemeinsam mit den verschiedensten Nationen die Auferstehung Jesu zu feiern. Es war wie ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel!!!

Am Abend zuvor wurde mir aber auch die jetzige Realitaet bewusst gemacht. Wir waren bei der Taufe von Fadis Sohn. Im Anschluss gab es eine traditionelle Osterprozession – bei der Jesu als Herr der Welt bekannt wurde. Diese wurde leider etwas unsanft von Muslimen unterbrochen, die auf die Prozession mit Messern losgingen. Dabei gab es leider auch Verletzte :-/. Mir wurde sehr stark bewusst, was Verfolgung heisst. Mich hat es auch sehr stark beruehrt, wie wir von den umstehenden Maennern geschuetzt wurden und genug Zeit bekommen haben, uns in Sicherheit zu bringen. Eine Volontaerin errinnerte diese Begebenheit an eine Graphtischmiererei in der Stadt: “Am Samstag toeten wir Juden und am Sonntag Christen.”

Zur gleichen Zeit feiern die Juden gerade Purim, welches im Buch Esther seinen Ursprung findet. Hierzu verkleiden sich alle Juden und feiern ausgelassen. Es ist auch die einzige Gelegenheit im Jahr, um mehr als ein Glas Alkohol zu trinken. In den Synagogen wird am Shabbatmorgen das ganze Buch Esther vorgelesen.

März 25th, 2008 at 11:30 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


ein ganz normaler Tag

6.30Uhr: Gerade erst wach geworden, werde ich jeden Morgen mit einem “Hello Katrina! Everything OK?” von Fahrana begruesst. Auch die anderen munteren Gesichter begruessen mich auf unterschiedliche Weise, wie beispielsweise Zeichensprache, Lachen etc. Dabei lernte ich durch Fahrana, dass wir alle jeden Tag Geburtstag haben, weil im Anschluss ein Happy Birthday auf Arabisch erfolgt :-) .

Danach startet der morgendliche Ablauf- 8 Maedels wollen geduscht, angezogen und schoen gemacht werden. Anschliessend wird es auch Zeit fuer ihr Fruehstueck, welches in unterschiedlicher Form zu sich genommen wird und dann ab in die Schule.

Nun kann ich die Essenspuren von so manch einem Essensexperiment beseitigen. Dabei fangen die Gedanken an zu kreisen: Ob Fahrana vielleicht doch mit den Loeffel essen lernen koennte? Najoud versteht mehr als sie uns zeigen will- Wie kann man sie bloss motivieren? Argie hat heute wieder nicht gegessen, hoffentlich droht ihr keine Nasensonde wieder …

Irgendwann ist es so weit- 9Uhr- ab zu meinem Fruehstueck. Hier werden die neusten Infos ausgetauscht, Unternehmungen geplant und manch ein Scherz mit den Workern betrieben. So wurden wir heute alle zur Taufe von Fadis Erstgeborenen, am Ostersamstag nach der Arbeit (19.40Uhr), eingeladen. Ansonsten suchen sich die meisten momentan aus einer Unzahl von Ostermessen ihr Programm zusammen, so dass sich die Arbeit und die Messen bzw. Prozessionen vereinbaren lassen. Da hat es das protestanische Lager einfacher :-) . Es gibt nur einen Oster-Sonnenaufgangs-Gottesdienst im Gartengrab um 6.30 und fuer die Langschlaefer um 9.30Uhr.

Nach dem Fruehstueck ging es fuer mich heute zum Herodionnationalpark in die Westbank hinter Bethlehem. Hier hatte sich Herodes zwischen 22-15 v.Chr eine Burg mit einer wunderschoenen Aussicht auf das Land und erstaunlichem, grossem, unterirdischem Zisternensystem gebaut.

Nach unseren Ausflug hiess es schnell etwas zu Mittag zu essen. Nun ist es bereits 15 Uhr. Die Kinder freuen sich, dass endlich der Mittagschlaf beendet ist und nun die Zeit fuer Aktivitataeten bzw. Therapie beginnt. Da ist auch schon die Ergotherapeutin, die mir mein erstes Kind zum Rohlstuhltraining entfuehrt. Eine andere Lehrerin moechte ein weiteres Kind mit zum Musikunterricht nehmen. Heute steht fuer uns Jacuzzi auf den Plan. Dass heisst Beeilung mit den Kaffeetrinken und ab in die Badeklamotten.

Im Anschluss gibt es Abendbrot und die Kinder wandern ins Bett. Noch ein persoenlichen Gute-Nacht-Gruss an jeden Einzelnen und das Licht wird geloescht.

Nun geht es fuer uns zum Abendbrot und anschliessend stroemen wir zu diversen Unternehmungen aus. Ich habe mich entschlossen, heute das Musikal “Covenant” zu besuchen. Es handelt darueber, wie Gott mit seinem Volk Geschichte schreibt von Abraham bis jetzt. Am Ende gab es noch ein kurzes Statement der Darsteller, dass Gott sein Volk nie im Stich gelassen hat. Er ist ein Gott der Treue, der seine Kinder liebt! Israel, vertraue auf den Herrn! Was mich berueht hat, war das Versprechen welches die Darsteller den Anwesenden juedischen Gaesten mit auf den Weg gegeben haben:

Wir haben euch einmal im Stich gelassen, aber dass soll nicht ein zweites mal passieren. Wir flehen gemeinsam Gott um Gnade und Erbarmen fuer sein Volk an!

Shalom, Go in Peace!
März 21st, 2008 at 18:32 | Comments & Trackbacks (2) | Permalink


Die Sandalen der Sehnsucht

Ich wusste nicht wer sie mir heimlich angezogen

die Sandalen der Sehnsucht

 

aber ich ging in ihnen

ging, ging, ging

sie wuchsen mit mir

wurden duenn und schmiegsam

die Sandalen der Sehnsucht

 

wir sassen unterm Tulpenberg

in Farnwald

unter dem Spruehregen

die Sandalen der Sehnsucht und ich

 

wo sind sie jetzt, wo?

sie muessen in mir sein

sie tragen mich durch

das Sumpfland Zweifel

und die Sandoede Trauer

 

sie tragen mich immerzu

immerzu ihm zu

der sie mir heimlich angezogen

die Sandalen der Sehnsucht

K. Hohl-Hauser

P.S: Dieses Gedicht bringt vieles, was ich momentan empfinde, auf den Punkt!

März 14th, 2008 at 09:01 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


Daheim ist es doch am schoensten!

So fuehlten wir uns als wir endlich wieder Israelischen Boden betreten durften.

Helene und ich waren die letzten 5 Tage in Aegypten unterwegs gewesen. Es war fuer uns eine ereignisreiche Zeit, wenn auch die ganze Reise sehr spontan verlief und wir mehr Kultur und Menschen kennen lernten, als das Land an sich.

Bereits letzten Donnerstag starteten wir nach der Arbeit gegen 21 Uhr Richtung Tel Aviv und weiter nach Eilat zur aegyptischen Grenze.

Dabei haben wir unsere erste Erfahrung mit Anschlaegen gemacht. Es war fast wie ein schlechter Film an dem wir teilnahmen. Ueber uns kreisten die Hubschrauber und es wurden immer mehr. Von allen Seiten rueckten unzaehlige Polizeiwagen an, saemtliche Busse fielen aus bzw. fuhren krasse Umwege und keiner war bereit mehr English zu sprechen. Erst in Tel Aviv erfuhren wir, das unweit von unserer Arbeitsstaette in einer Thoraschule 8 junge Menschen von einem jungen Palaestinenser erschossem wurden. Worauf seitdem erheblich die Sicherheitsmassnahmen verschaerft wurden. Wir selbst fuehlen uns nach wie vor vollkommen sicher hier!!!

An der Grenze zu Aegypten bekamen wir vorerst nur ein Einreise-Visa fuer den Sinai, so dass wir bis Sonntag warten mussten, um auch nach Kairo weiter reisen zu duerfen. Als Folge disponierten wir spontan um und steuerten zunaechst Dahab an. Dort verweilten wir am Golf von Aqaba im Sinai. Wir erlebten einen Sonnenaufgang auf dem Berg Sinai und besichtigten anschliessend das St. Katharina Kloster. Danach ging es zurueck an die Grenze nach Taba/ Eilat, um unser grosses Visa fuer Kairo zu erhalten. Im Anschluss durchquerten wir den Sinai und den Suez-Kanal, um nach Kairo zu gelangen. Dort verbrachten wir unsere letzten 2 Tage, die mit den unterschiedlichsten Eindruecken gefuellt wurden. Beispielsweise war es fuer mich interessant zu sehen, wie nah die Pyramiden an die Stadt Kairo selbst herran reichen. So dass wir aus dem Stadtbus ausstiegen und die Wueste betraten, welche nur von einer Mauer umgrenzt wurde, um die Pyramiden und Sphinx’ zu besichtigen.

Unser abschliessendes Fazit: Wer wirklich Aegypten sehen und kennen lernen moechte, sollte ca. 1 Monat Zeit und eine maennliche Begleitung mitbringen ;-) .

IHM sei DANK und EHRE fuer all den Segen und die Bewahrungen, die wir erfahren haben!!!

März 12th, 2008 at 23:12 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


spontan geplant :-)

Wie jede Woche waren wir am ueberlegen, wie wir unseren freien Tag verbringen könnten. Ich wollte eigentlich nach Qumran fahren und einen in der Naehe gelegenen Nationalpark besuchen.

Doch dann kam alles anders:

Beim Abendessen stellten eine Franzoesin und ich fest, dass wir die gleichen Vorstellungen vom Reisen haben. Spontan geplant, stand nach dem Abendessen fest, dass alles anders wird, als geplant. Wir beschlossen, ein paar zusammengesparte Urlaubstage fuer eine Aegyptenreise zu verwenden. Nun nutzen wir gerade unsere Freizeit, um unsere vorraussichtliche Reiseroute fest zu legen. Unser Ziel ist es, mit dem Nachtbus nach Eilat zu fahren und morgens in aller Fruehe ueber die Grenze nach Aegypten zu gelangen. Dann ist unsere Kursrichtung Kairo, die Pyramiden, der Nil, das Tal der Koenige und vieles mehr, was wir so in 5 Tage schaffen koennen. Anschließend heisst es wieder eine zweistellige Zahl an Tagen durchzuarbeiten. Dabei habe ich unser deutsches Wochenende  in letzter Zeit echt schaetzen gelernt :-) .

März 3rd, 2008 at 11:02 | Comments & Trackbacks (3) | Permalink


Schneefloeckchen, weiss Roeckchen- Wann kommst du geschneit?

So oder so aehnlich warteten wir auf den schon lang angekuendigten Schnee und dieser kam dann heute auch. Dafuer gab es einen Extra-Schneeplan in dem wir hier wohnenden Volontaere reichlich bedacht wurden. Denn wenn es bereits nur Schneematch regnet, geht in Jerusalem gar nichts mehr. Die Lehrer bleiben zu Hause und die Schule faellt aus, auch faehrt hier kein Bus mehr weit und breit. Das ist fuer alle Arbeitnehmer ein gutes Argument einen oder mehre Tage Urlaub zu nehmen, weshalb hier viele Arbeitnehmer in froher Erwartung auf den Schnee waren.

Ich hingegen bin sehr dankbar, dass das Schneewetter sich als sehr sprunghaft herausstellt hat, so dass die Freizeitsperre wieder aufgehoben wurde. Somit darf ich morgen Abend zu einem 4 taegigen Ausflug nach Jordanien aufbrechen.

Ab in den warmen Osten :-) !!!!!!

Februar 20th, 2008 at 22:16 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


die nie vollendeten Zeilen…

Immer wieder habe ich einen neuen Versuch gestartet, ein neues Posting fertig zu stellen. Doch momentan sind die Eindruecke so dicht, dass sie nicht alle bis zu Ende durchdacht sind, oder sich noch in der Reifung befinden. Trotz allem moechte ich euch in ein paar Gedankenfetzen mit hinein nehmen.

  • Von Haifa nach Jerusalem

Bereits in der ersten Woche mussten mein Arbeitgeber in Haifa und ich feststellen, dass es nicht wirklich ein Arbeitsfeld fuer mich gibt und die Zeit einfach so tot zu schlagen, wollte ich auch nicht unbedingt. Aus diesem Grund wechselte ich letzten Freitag an meinen alten Sommervolontaersplatz nach Jerusalem (En Karem – angeblicher Geburts- und Wohnort von Johannes dem Taeufer) zurueck.

Als ich hier ankam, wusste ich erneut, dass ich heim gekommen bin. Es war ein sehr herzlicher Empfang und ich geniesse es in vollen Zuegen hier zu sein.

Ihr fragt euch sicher, was ich hier so den ganzen Tag mache, doch am besten ihr seht es selbst in unserem Clip vom Sommer:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7iZDjxS3Ssc&feature=related]

Dieser Clip spiegelt aber nicht die Relation zwischen Arbeit und Reisen wieder. So haben wir 6 Tage die Woche von 6.30 bis 9Uhr und 15-19 Uhr zu arbeiten. An unserem freien Tag nutzen wir die Gelegenheit raus zu kommen und zu reisen. So war ich gestern zum Beispiel in Jericho gewesen, auf dem Berg, wo Jesus Versucht worden ist, Zacharaeu von Jesus vom Baum geholt wurde und auch sonst Geschichte geschrieben worden ist. Zudem haben wir die Aussicht genossen und manch kleines Abenteuer erlebt ;-) .

Doch neben vielen Schoenem erleben wir genauso Alltag:

  • 3x taeglich Essenschlachten, weil unsere Kinder meist nicht in der Lage sind das Essen wirklich zu schlucken, sie damit spielen oder aber ihre Zunge das Essen blockiert
  • Regelmaessige Wasserschlachten beim Duschen, wo man sich manchmal fragt wer mehr geduscht wurde
  • Windelwechseln
  • taeglich zu gestaltende Aktivitaets- und Therapiezeiten
  • die Sache mit den Religionen:

In Israel treffen die verschiedensten Religionen aufeinander und ich finde es sehr herausfordernd, mit diesem Phaenomen umzugehen. Die Religionen aehneln sich in vielen Punkten und zu gleich gibt es gravierende Unterschiede. Diese koennen entweder mit Toleranz stehen gelassen bzw. zugedeckt werden, oder aber zu starken Reibungsflaechen werden. In der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Religionen fordert mich die allseits beliebte Frage heraus: “Was glaubst du persoenlich?” Es geht hier nicht um Wissen, oder denken, sondern um echten, gelebten Glauben. Mir persoenlich ist ganz neu wieder bewusst geworden, dass wir zur Freiheit von Christus berufen sind. Diese Freiheit wirklich zu leben, ist fuer mich gerade eine taegliche Herausforderung.

  • an ihren Fruechten:

    … werdet ihr sie erkennen. So oder so aehnlich ist es nicht nur mit dem gelebten Glauben, sondern auch mit dem Obst. Es ist der Hammer wie gut hier das Obst ist :-) . So gab es die Tage frische Erbeeren, damit wir gesund bleiben und fit sind. Ich geniesse es, durch den Garten zu schlaendern und mir frische Zitronen, Orangen, Pampelmusen oder Mandarinen zu fluecken.

  • Shalom Shabbat, shalom:

Dies ist die Begruessung von Freitag Vormittag bis Samstag. Anders als bei uns wird hier wirklich, zu mindestens aeusserlich, der 7. Wochentag geheiligt und zur Ruhe angehalten. Dass mit der woechentliche verordneten Ruhe finde ich sehr angenehm und erholsam zugleich, wobei ich dass allerdings in der praktischen Umsetzung erst noch lernen muss. Denn gerade zwischen Freitag Nachmittag und dem Sonnenuntergang Samstags fallen mir viele Dinge ein, welche ich erledigen bzw. machen koennte. So bin ich unter anderem vergangenen Freitag von Haifa nach Jerusalem zu meiner alten Arbeitsstelle umgesiedelt. Nach einer 3 stuendigen Busfahrt musste ich allerdings kurzer Hand feststellen, dass bereits der letzte Bus gefahren ist. Somit hatte ich die Wahl zwischen einem 2 stuendigen Fussmarsch, Trampen mit einem der letzten Autos Richtung En Karem, oder aber ein Sammeltaxi zu nehmen. Nach laengeren Verhandlungen ueber den Preis entschied ich mich letztendlich fuer das Letztere. Am Shabbat wird man dazu angehalten, selbst nicht zu arbeiten und auch andere dazu nicht anzuhalten. Das hat sehr praktische Auswirkungen in allen Bereichen des Lebens, so dass es wirklich ein erholsamer Tag fuer alle ist und wirklich Zeit da ist fuer Wesentliches.

In diesem Sinne: Shabbat, shalom Shabbat

Februar 18th, 2008 at 10:19 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


Gottes Timing- Alles ist Gnade

Nun ist bereits der erste Monat des Jahres 2008 vergangen und es ist der Hammer, was schon alles passiert ist.

Zunächst lernte ich am Anfang des Jahres 2008 neu, dass meine Kräfte endlich sind. Mein Körper verordnete mir eine Zwangspause, bei der ich neu Kräfte für den kompletten Monat auftanken konnte. Dieser sollte es noch in sich haben!!!!

Gerade zu Beginn des neuen Jahres wurde mir durch den Tot von Hanna (die Frau, welche ich 3 Monate begleiten durfte) wieder mal neu bewußt gemacht, dass das Leben endlich ist. In diesen Tagen schwirrte mir vorallem Prediger 3 durch den Kopf:
“Alles hat sein Zeit!… Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.”

Dass alles seine Zeit haben sollte, zeigte sich auch in den folgenden Wochen. So hieß es viele organisatorische Dinge fuer das Studium, Israel und das baldige Auslandsjahr unter einen Hut zu bekommen, die so manches mal auf sich warten liessen. Doch wenn es auch ab und zu zeitlich sehr eng wurde, so ist es im Nachhinein ein Geschenk wie sich letzendlich alles zusammen gefuegt hat.

Zum Beipiel:

  • 3 Tage vor meinem Abflug nach Israel hatte ich die definitive Zusage aus Haifa, dass ich die kommenden Monate bei ihnen auf dem Berg Carmel arbeiten darf :-) . Es ist eine wahsinnig schoene Gegend mit Blick auf das Meer.
  • Morgens um 4.39 startete ich am Freitag mit den ersten Zug Richtung Berlin Tegel. Da war es fuer mich ein Geschenk, das Rebekka mich zu so einer unmenschlichen Zeit zum Bahnhof gebracht hat. In Berlin angekommen, streikten die Verkehrsbetriebe, so dass in der Stadt Berlin nichts mehr ging. Selbst Taxis waren schwer zu bekommen, weil alle irgendwie die Arbeit erreichen mussten und die Stadt dicht war. Der einzige Bus, welcher fuhr , war der zum Flughafen :-) .
  • Als naechstes lernte ich ein juedisches Ehepaar im Flugzueg kennen, dass mich nicht nur an den begehrten Fensterplatz lies, sondern mich auch gleich mit nach Haifa genommen hat :-) . Was fuer ein Geschenk!!!- wenn man bedenkt, das ich am Shabbatbeginn angekommen bin. Sprich Freitag mit dem Sonnenuntergang laeuft in der juedischen Welt nichts mehr, z.B. faehrt kein Bus und alle Glaeubigen sind in der Synagoge. Eigentlich haette ich ein Sammeltaxi nehmen muessen um nach Haifa und ein weiteres um auf den Berg Carmel zu gelangen. Das blieb mir aber so alles erspart ;-) .
  • Auch ist es ein Geschenk einfach hier in Israel zu sein. Ich geniesse momentan Israel mit allen 5 Sinnen und fuehle mich voll zu Hause. Spannend ist es hier die Arbeitsanweisungen auf Hebraeisch zu erhalten oder auch einfach nur Exel mit der Spracheinstellung Hebraisch zu benutzten. Damit das in Zukunft besser klappt, erhalte ich jetzt jeden Tag zum Fruehstueck eine kleine Lektion Hebraeisch. Mal sehen wie weit wir kommen werden ;-)
  • Ein weiteres Geschenk ist fuer mich die Natur, ueber die ich immer wieder neu ins Staunen gerate. Seht einfach selbst:

Februar 5th, 2008 at 10:41 | Comments & Trackbacks (3) | Permalink