und das mit Gott rund um die Welt

meine neue Heimat

Die Zimmersuche erwies sich als eine Kulturstudie. In den letzten 3,5 Wochen habe ich intensiv nach einem Zimmer gesucht. Nebenbei habe ich auch einen neuen Rekord im Wohnungswechsel aufgestellt: 1 Tag. Der Tag war aber auch das hoechste der Gefuehle gewesen. So konnte ich die einheimische Kultur und meine Grenzen kennenlernen.

Nun wohne ich in einer schoenen und sicheren Gegend und darf auch nach meinen Sommerpraktikum hier in Porto Alegre wieder in das Zimmer zurueckkehren.

Ps: Ich wohne sogar sooo sicher, das ich 3 verschiedene Schlüssel für 4 Türen benutzen darf, um an die Strasse zu gelangen.

September 1st, 2008 at 14:12 | Comments & Trackbacks (4) | Permalink


Sprachstudien

Im Portugiesischen gibt es nur ein Wort fuer Zeit und Wetter (o tempo). Interessanter Weise ist das (Wetter) entgegengesetzt zu den Deutschen Gefilden. So befinde ich mich gerade im tiefsten Winter und freue mich schon riesig auf den Fruehling. Nicht nur, weil dann alles wieder zu bluehen anfaengt, sondern auch, weil die Kaelte dann endlich ein Ende hat. So laufen wir hier gerade alle im Wintermantel und mit Handschuhen drinnen wie draussen herum.

Neben der angebrochen Eiszeit finde ich es gerade herausfordernd, mit den Zeitverschiebungen der einzelnen Zeitzonen umzugehen. Da gestaltet sich manch ein persoenlicher Kontakt in eine andere, ganz entgegengesetzte Zeitzonne echt schwierig :-/, gell ihr Israelis.

Zwischenzeitlich habe ich es geschafft, mich bei einem Sprachkurs anzumelden. Diese haben mit mir ein paar Tests durchgefuehrt und mich gleich in den Aufbaukurs gesteckt. Ich habe zwar nicht das Gefuehl, dass ich soweit waere, bin aber schon gespannt, wie ich mich schlagen werde. Bei den Test – wer haette das gedacht – habe ich muendlich vieeeel besser als schriftlich abgeschlossen. Aber dass kennen wir ja bereits schon von Deutschland.

Lustig finde ich es gerade bei internationalen Treffen, dass neben der ersten Sprachebene Deutsch (wir sind doch immer in der Ueberzahl) und English, auch zunehmend mehr portugisisch gesprochen wird. So hoert man Hollaender, Italianer, Deutsche, Koreaner, Argentiner und natuerlich Brasilianer miteinander munter ein nicht ganz ausgereiftes Portugisch kommunizieren :) .

September 1st, 2008 at 14:07 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Ein ganz normaler Uni-Tag !

Wenn ich mich morgens zwischen 9 und 10 Uhr Richtigung Uni begebe, erwacht die Stadt langsam zum Leben. Immer mehr Menschen füllen die Straßen, Busse kommen und fahren, die Ladenbesitzer machen gerade noch mit ihrem Besen den Platz vor dem Geschäft sauber und die Rollläden der Geschafte öffnen sich.

Zunächst komme ich an einem Stand vorbei, wo ich mir für den Tag 2 Plastikchips besorge, um damit meine benötigten Bustickets zu haben. An der Bushaltestelle finde ich auch gleich die erste Schlange wieder ;) .
Nachdem jeder Passagier im Bus bezahlt hat, entweder bar, in Form des Chips oder mit ´ner Art Gutschriftchipkarte, kann die Fahrt losgehen. Das Interessante dabei ist, daß die Leute dem Bus an der Haltestelle zuwinken müssen, damit er anhält. Hält der Bus auf Wunsch eines Passagieres an, dann pfeift oder kommuniziert der Kassierer, wenn der letzte Fahrgast hinten ausgestiegen ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann.

Bushaltestelle

Bushaltestelle

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August 26th, 2008 at 12:28 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


der Ball rollt…

… die Frage ist nur, in welches Tor ? !

Damit sollte ich mich schon geoutet haben, dass ich mich nicht zu den absoluten Fussballfans zähle und das, obwohl ich aus Deutschland komme.

Bereits lange im Voraus war das olympische Viertelfinalspiel der Frauen angekündigt und in sämtlichen Zeitungen präsent. Doch man staune, wir versammelten uns tatsächlich gegen 7.30 vor dem Fernseher, um das Spiel life mit zu verfolgen. Die Freude der Brasilianer war groß, daß sie dieses Spiel mit 4:1 für sich entscheiden konnten. Die Stimmung schlug heute um, als die Männer das olympische Viertelfinale gegen Argentinien verloren haben. Das erinnert mich an ein Zitat von einem Professor: “Beim Fussball lernt man mit Frust und Niederlagen umzugehen”. Wir haben während dem WM und EM- Finale da ja schon ein gutes Training absolviert. Die aktuellen Fussballspiele können wir hier immer mitverfolgen, sowohl im Radio, als auch im Fernsehen. Ich glaube, die allgemeine Faustregel könnte lauten, wenn du ein Spiel nicht verpassen willst, so verbinde einen Behördengang mit dem für dich wichtigen Spiel- weil das ein gutes Zeitmanagement, bzw. Arbeitszeit ist :) .

Von den beliebtesten Fussballmannschaften der Region kann man hier in jedem grösseren Geschäft Fanartikel kaufen und an der Uni sind mindestens 10% der Studenten auch Fanklamotten unterwegs. Die Liebe zum Fussball ist hier sogar so groß, das wir Mädels uns jetzt bald ein Lifespiel im Station ansehen werden oder im Theaterkurs freiwillig ein Fussballspiel darstellen!

PS.: Außerdem habe ich mir ein Handy zugelegt, damit ich überall erreichbar bin :) . Nein im Ernst, das dient hier als eine Art Haustürklingelersatz, bzw. ist notweniges Übel. Man braucht es, wenn es mal wieder länger als geplant dauert und deshalb spontan umdisponiert werden muß.

August 20th, 2008 at 16:32 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


ein paar visuelle Eindruecke …

unsere Strasse

unsere Strasse

unsere Strasse

unser Haus

unser Haus

August 9th, 2008 at 03:00 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink


Hurra – Südamerika!!!

Mittwochnacht um 23.30 Uhr (5.30 Uhr nach deutscher Zeit) landete ich nach 16 Stunden Flug endlich in meiner neuen Heimat in Porto Alegre. Zwar streikte die Condor nicht, doch vom Streik waren wir indirekt doch betroffen. So starteten wir nicht nur eine Stunde später als geplant, sondern wir wurden Dank der Lufthansa auch auf eine Essens- und Wasserdiät gesetzt, was die Crew doch ganz gut mit Humor meistern konnte.

Ich wohne nun in einer interessanten Stadt, die geprägt ist von sehr unterschiedlichen Häusern, Menschen und Lebensstilen. So ist ein Haus quietsch grün, daneben ein genauso grelles Gründerzeit-Haus in gelb und daneben ein doch sehr baufälliges Hochhaus. Interessant ist auch, dass man, wenn überhaupt, eher nach vorhandenen Deutschkenntnissen fragen sollte, statt nach Englisch. Die Leute sind an sich sehr hilfsbereit und geduldig. Mir fallen momentan vor allem ihre wachen Augen auf, die sehr viel wahrnehmen und umsichtig sind. Interessant finde ich auch den Zusammenhalt der Frauen und auch ihren Umgang miteinander. Momentan ist das Leben ein Abenteuer, wo jede Minute neue Eindrücke hinzukommen, die sortiert werden wollen. Ansonsten stellen mich momentan die Behörden auf ihre Geduldsproben, nicht nur, was das Warten anbetrifft, sondern auch damit, wann, wie und wo welche Behörde arbeiten muss, damit wiederum einen andere zu arbeiten beginnt. Spannend bleibt es auf jeden Fall!

August 2nd, 2008 at 20:51 | Comments & Trackbacks (1) | Permalink


ein ganz normaler Tag

6.30Uhr: Gerade erst wach geworden, werde ich jeden Morgen mit einem “Hello Katrina! Everything OK?” von Fahrana begruesst. Auch die anderen munteren Gesichter begruessen mich auf unterschiedliche Weise, wie beispielsweise Zeichensprache, Lachen etc. Dabei lernte ich durch Fahrana, dass wir alle jeden Tag Geburtstag haben, weil im Anschluss ein Happy Birthday auf Arabisch erfolgt :-) .

Danach startet der morgendliche Ablauf- 8 Maedels wollen geduscht, angezogen und schoen gemacht werden. Anschliessend wird es auch Zeit fuer ihr Fruehstueck, welches in unterschiedlicher Form zu sich genommen wird und dann ab in die Schule.

Nun kann ich die Essenspuren von so manch einem Essensexperiment beseitigen. Dabei fangen die Gedanken an zu kreisen: Ob Fahrana vielleicht doch mit den Loeffel essen lernen koennte? Najoud versteht mehr als sie uns zeigen will- Wie kann man sie bloss motivieren? Argie hat heute wieder nicht gegessen, hoffentlich droht ihr keine Nasensonde wieder …

Irgendwann ist es so weit- 9Uhr- ab zu meinem Fruehstueck. Hier werden die neusten Infos ausgetauscht, Unternehmungen geplant und manch ein Scherz mit den Workern betrieben. So wurden wir heute alle zur Taufe von Fadis Erstgeborenen, am Ostersamstag nach der Arbeit (19.40Uhr), eingeladen. Ansonsten suchen sich die meisten momentan aus einer Unzahl von Ostermessen ihr Programm zusammen, so dass sich die Arbeit und die Messen bzw. Prozessionen vereinbaren lassen. Da hat es das protestanische Lager einfacher :-) . Es gibt nur einen Oster-Sonnenaufgangs-Gottesdienst im Gartengrab um 6.30 und fuer die Langschlaefer um 9.30Uhr.

Nach dem Fruehstueck ging es fuer mich heute zum Herodionnationalpark in die Westbank hinter Bethlehem. Hier hatte sich Herodes zwischen 22-15 v.Chr eine Burg mit einer wunderschoenen Aussicht auf das Land und erstaunlichem, grossem, unterirdischem Zisternensystem gebaut.

Nach unseren Ausflug hiess es schnell etwas zu Mittag zu essen. Nun ist es bereits 15 Uhr. Die Kinder freuen sich, dass endlich der Mittagschlaf beendet ist und nun die Zeit fuer Aktivitataeten bzw. Therapie beginnt. Da ist auch schon die Ergotherapeutin, die mir mein erstes Kind zum Rohlstuhltraining entfuehrt. Eine andere Lehrerin moechte ein weiteres Kind mit zum Musikunterricht nehmen. Heute steht fuer uns Jacuzzi auf den Plan. Dass heisst Beeilung mit den Kaffeetrinken und ab in die Badeklamotten.

Im Anschluss gibt es Abendbrot und die Kinder wandern ins Bett. Noch ein persoenlichen Gute-Nacht-Gruss an jeden Einzelnen und das Licht wird geloescht.

Nun geht es fuer uns zum Abendbrot und anschliessend stroemen wir zu diversen Unternehmungen aus. Ich habe mich entschlossen, heute das Musikal “Covenant” zu besuchen. Es handelt darueber, wie Gott mit seinem Volk Geschichte schreibt von Abraham bis jetzt. Am Ende gab es noch ein kurzes Statement der Darsteller, dass Gott sein Volk nie im Stich gelassen hat. Er ist ein Gott der Treue, der seine Kinder liebt! Israel, vertraue auf den Herrn! Was mich berueht hat, war das Versprechen welches die Darsteller den Anwesenden juedischen Gaesten mit auf den Weg gegeben haben:

Wir haben euch einmal im Stich gelassen, aber dass soll nicht ein zweites mal passieren. Wir flehen gemeinsam Gott um Gnade und Erbarmen fuer sein Volk an!

Shalom, Go in Peace!
März 21st, 2008 at 18:32 | Comments & Trackbacks (2) | Permalink


Let´s blog

Liebe Freunde!

Wie bereits in dem Weihnachtsgruß angekündigt, soll dies zu einer Form des Informations- und Kommunikationsaustausches werden. So können wir, egal wo wir uns gerade befinden, doch besser im Kontakt bleiben.

Ihr habt dadurch auch während des Jahres die Chance, das ein oder andere Update von mir zu erhalten.

 Freu mich auf Eure Beiträge bzw. Kommentare!!!

 Eure Katharina

Dezember 27th, 2007 at 22:06 | Comments & Trackbacks (0) | Permalink