Wie das Leben spielt
Nachdem ich den Sumpf der Gemütlichkeit verlassen hatte, steuerte ich Refice an. Sehr schnell mußte ich feststellen, daß diese Stadt ihrem Ruf als drittgefährlichste Stadt Brasiliens wirklich gerecht wird und man allgegenwärtig diese Gefahr spürt. Eine interessante Erfahrung war, daß in diesen Tagen besonders viele an mich gedacht haben, bzw. auch das Gefühl hatten, um Bewahrung zu beten. Vielen Dank dafür, ich bin bewahrt geblieben!!! Aus diesem Grund verließ ich die Stadt auch sehr schnell wieder. Richtig erholsam war es dagegen mit vielen tollen Stränden und einem ganzen Markt an Hängematten
in Fortaleza. Auch einen gewissen Einblick in das nordöstliche Familienleben durfte ich nebenbei bekommen, sowie einen ersten Krebs knacken
. In dieser Zeit wurde fast das Unmögliche möglich. Ich erhielt einen Anruf, wir haben einen Praktikumsplatz für dich. Kannst du so schnell wie möglich vorbei kommen und mit den Chefs reden? So Schnell wie moeglich waren für mich “nur” 22h Busfahrt bis nach Salvador.
Letzten Dienstag war dann alles besiegelt. Ich werde die nächsten 2 Monate in einem Krankenhaus mit angegliederten Therapiezentrum im Freizeitsbereich tätig sein. Momentan sind hier Ferien, weshalb unsere Freizeitbeschäftigung sehr häufig auch aus Strand- und Kulturausflügen besteht
. Ab Februar, wer hätte das gedacht, besteht mein hauptsächliche Aufgabe darin, Capoeira mit zu der unterrichten
. Besonders spannend finde ich die Kombination, daß ich sowohl mit körperlich und geistig behinderten Menschen Capoeira trainieren werde, als auch mit den Kindern und Jugendlichen in den Favelas spielen darf. In der Mittagspause bekomme ich dann meine eigene Capoeira-Einheit von einen Capoeira-Professor. Momentan bin ich gerade auf der Suche nach meinen Muskeln und wenn ich sie irgend wann einmal finden sollte
, werde ich auch mein ganzes Körpergewicht auf den Handgelenken lagern können. Nebenbei musste ich ihm noch erklären, daß es für uns nicht ganz so selbstverstaendlich ist wie hier, daß alle auf den Händen stehen, bzw. laufen können. Weil mein Praktikum einfach mal der Hit ist, wird nach Dienstschluss für die Mitarbeiter noch ein Tanzkurs angeboten. So heisst es dann ab 18 Uhr- sich ganz auf die Rhythmen von Lambada, Salsa, Samba, Chachacha & Co. einzulassen.
7 Responses to “Wie das Leben spielt”
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Uiuiui, wenn das sich mal net toll anhört!!!
Fühl dich ganz fest umarmt!!!
Januar 24th, 2009 at 11:43Hi Kathi! Das hört sich echt gut an mit dem Praktikum. Falls das Praktikum fürs Hauptstudium ist schreib Frau Hofmann eine Mail ob das anerkannt wird… nicht dass du zurück in Deutschland die große Überraschung erlebst noch ein 3-monatiges Praktikum machen zu müssen. Aber ich wünsch dir trotzdem viel Spaß! Ich denk an dich!
Januar 30th, 2009 at 18:57Vielen Dank, den Spass habe ich!!! Ja, diese Ueberraschung hatte ich ja bereits schon mal… Ich bin mit ihr in Kontakt getretten und hoffe, das kommt diesmal durch.
Januar 30th, 2009 at 23:19Wie geht es dir?
Hey Schwesterherz,
Januar 31st, 2009 at 00:57peinlich, habe deinen Artikel gerade erst gelesen … freu mich riesig mit dir, dass du das Praktikum hast!
Be blessed, Alex
hey du Sportskanone! Hoffe, du nimmst dir auch mal Zeit zum relaxen und um Gottes Gegenwart zu genießen!
zur geistlich-seelischen Erbauung empfehle ich:
http://www.sermon-online.de/
gruß,iris
Februar 1st, 2009 at 15:13Mir gehts gut. Der Winter geht mir auf die Nerven. Von mir aus kann es Frühling werden. Ansonsten hab ich mich für das Diplom angemeldet. Morgen halte ich mein allerletztes Referat! Dann is die Uni vorbei. Bin fleißig am Literatur suchen und bereite alles für meine Paris-Reise vor! Ich freu mich schon dich wiederzusehen. Und ich hoffe wir schaffen es auch mal Salsa tanzen zu gehen
Februar 1st, 2009 at 15:58Viele Grüße aus Gießen
Erbitte 1 Lebenszeichen!!!
Februar 25th, 2009 at 11:11