und das mit Gott rund um die Welt

Die Welt zu Gast bei Freunden- Teil 2

Dass das wirklich so ist, habe ich die letzten 1,5 Wochen ganz oft spüren dürfen. Auf dem Weg nach Rio de Janeiro unternahm ich einen Abstecher nach Paranti. Ein kleines Fischerdorf, dass seinen ganz eigenen Seharm besitzt. Beim Betrachten durch ein Fenster der verschiedensten Kunstwerke, wurde ich mit meinem ganzen Gepäck von der Künstlerin hereingebeten. Nach einem kurzen Gespräch stellten wir beide unser Interesse an anderen Kulturen fest und hatten einen regen Austausch. Damit mir die Erkundung der Kleinstadt leichter fiel, durfte ich mein Gepäck bei ihr unterstellen. So konnte ich die Hafenstadt viel besser geniessen und auch weitere Künstler in ihren Ateliers besuchen. Am Abend erhielt ich neben meinen Gepäck auch eine gesunde Wegzerrung ;-) .

Parati

Parati

Strassenleben

Strassenleben

Am folgenden Tag machte ich mich zur Ilha Grande (eine ehemalige Gefängnisinsel) auf, welche einfach atemberaubende Strände besitzt, die von Wald/ Dschungel umgeben sind.

Ilha Grande

Ilha Grande

Der Kontrast erfolgte daraufhin in Rio de Janeiro. Ein wenig habe ich ja bereits über die Stadt geschrieben. Sie erhielt ihren Namen, als im Januar 1502 Gaspar de Lemos eine große Bucht Brasiliens fand und sie irrtümlich als Fluss identifizierte. Rio war bereits im 17. Jhd., nach Salvador da Bahia und Recife, die drittwichtigste Stadt der Portugiesen in Brasilien. Kurz vor dem Einmarsch von Napoleon in Lissabon floh Portugals Kronprinz Dom João VI. mit seinem gesamten Hofstab nach Brasilien. Dabei verliebte er sich so sehr in die Stadt, dass er seine Regierungstätigkeiten über das vereinigte Königreich Portugals, Brasilien und Algarve von Rio aus verwaltete. Bevor die Regierung in ihre eigens kreierte Hauptstadt Brasilia umzog, blieb Rio bis 1960 die politische Hauptstadt Brasiliens. Durch sehr viele Einwanderungswellen entwickelten sich überall auf den Hügeln Rios Favelas, so dass ein gewisses Gefahrenpotential überall in der Stadt lauert. Da aber Menschen eine Stadt prägen, durfte ich mit Sonja den inneren Atem Rios spüren. Sie zeigte mir die Stadt und angesagte Sambaadressen. Nebenbei haben die Rioanerinnen mir eine Prise Samba mit ins Blut gestreut, wobei ich sie echt für ihre Ausdauer bewundere!!! Für mich war es sehr beeindruckend zu sehen, dass selbst 5 Jährige nicht still stehen können, wenn Nachts gegen 23 Uhr Samba-Live-Musik gespielt wird und die Väter keinen Zweifel dran lassen, dass sie die wahren Prinzessinnen sind.

Bibliothek

Bibliothek

Theater und Belas Artes

Theater und Belas Artes

Antike Strassenbahn& moderne Kirche im Hintergrund

Antike Strassenbahn& moderne Kirche im Hintergrund

Christo Redertor

Christo Redentor

Aussicht von Christo Redentor

Aussicht von Christo Redentor

Pão de Açucar

Aussicht vom Pão de Açucar

Das Kontrastprogramm dazu war Ouro Preto, eine alte Konionalstadt, welche den Reichtum der einstigen Goldfunde widerspiegelt, aber leider auch die Leidensgeschichte vieler Sklaven. Auf den Weg dahin wurde mir die Gastfreundschaft einer deutschen Immigrantin zu teil, welche mir ihr Fahrrad auslieh damit ich ihre Stadt besser erkunden konnte und mich anschliessend zum Mittag einlud, so dass ich den Genuss der ammazonischen Küche kennenlernen durfte. Diese unterscheidet sich sehr stark von dem, was ich bis dahin kennengelernt hatte. Sehr viel Gemüse und fischhaltig mit viel mehr exotischen Früchten, die aber seeeehr lecker schmecken. In Ouro Preto beeindruckte mich am meisten eine Jesusstatue, welche die Liebe Jesus so klar auf den Punkt gebracht hat- wie noch nie zuvor. Der gekreuzigte Jesus umarmt den Sünder und schaut ihn mit liebenden Augen ins Gesicht bzw. weiter zu der Person, welche frontal zu der Statue steht. *Wow* wir haben echt einen Gott der uns ansieht, uns wertschätzt und uns liebt. Wobei diese Liebe über den Tot hinausreicht. Am Abend schloss ich Bekanntschaft mit einem Franzosen und einer Engländerin, die sich in Thailand kennen- und lieben gelernt haben. Gemeinsam verbrachten wir einen bunten Abend im Kreise von Brasilianern. Unser Sprachgewirr war echt spannend, so versuchte der Franzose sich mit den Brasilianern, anhand seiner Muttersprache und ein paar Brocken Reisespanisch,  zu unterhalten – Aber es funktionierte ;-) ! Auch erhielt ich, dank eines lieben Brasilianer, eine weitere Einführung in brasilianische Musik. Gemeinsam übersetzten wir etliche Texte und im Anschluss durfte ich mit in der ersten Reihe sitzen, wie er mit seinen Freunden ihre Gedanken des Herzens in Musik verwandelte.

Ouro Preto

Ouro Preto

Als kurzen Zwischenstopp steuerte ich Brasilia an, doch selbst das hat sich noch nicht einmal gelohnt. Brasilia ist eine der Fussgängerunfreundlichsten Städte, die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Nicht nur das die Gebäude sehr weit voneinander entfernt liegen, so zäumen viel grosse umbeschattete Plätze die Zwischenräume. Doch junge Einheimische lieben ihre Stadt trotz allem, vielleicht gerade auch wegen ihrer Einmaligkeit. Diese Stadt wird gern als die Stadt des 3. Jahrtausends bezeichnet und ist eine Erfindung des Architekten Oskar Niemeyers. Sie wurde innerhalb von 41 Monaten aus den Boden gestampft und besitzt somit keinerlei Geschichte, was man leider zu spüren bekommt. Noch heute wird nach den Plänen von Niemeyers in Brasilia weitergebaut. So gibt es strikte Vorgaben, damit die “historische Stadt” als Grundriss eines Flugzeuges erhalten bleibt. Am 21. April 1960 fand offizielle Verlegung der Hauptstadt ins Landesinnere nach Brasiliá statt.

Kongress

Kongress

Katedrale

Katedrale

Die letzten Tage meines eigentlich ungeplanten Reisens verbrachte ich im Pantanal. Eine Zeit die ich echt nicht missen möchte und dich mich auch sehr geprägt hat. So war es wie ein “Sommerlager für Fortgeschrittene”, abei dem ich als Teilnehmer dabei war. Auf unserem Plan stand eine Dschungelwanderung, Jeep- und Wasserboottour, Angeln und wenn man mehr Zeit hatte auch ein Ausritt in die umliegenden Feuchtgebiete.  Ich durfte meinen ersten Piranhafisch angeln unter der Beobachtung von Kaimane, mit denen man -wer mag- schwimmen konnte. Außerdem konnte ich Bekanntschaft schliessen mit:

Ara

Ara

Tukan

Tukan

Affenmama

Affenmama

Jabiru

Jabiru

Kaiman

Kaiman

Pantanal

Pantanal

(Quellen: Lonely Planet: Brasilien, Juni 2008)

November 4th, 2008 at 00:09


One Response to “Die Welt zu Gast bei Freunden- Teil 2”

  1. Gudrun Says:

    deine Reiseberichte sind wirklich toll. Kannst du dich bei mir mal auf meine email melden?

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