und das mit Gott rund um die Welt

Das Leben

… spielt manchmal anders, als man denkt. So ziehe ich jedenfalls das Fazit von meinen kurzweiligen Praktikum bei der Cena. Bereits nach 5 Tagen bin ich wieder gegangen, mit sehr vielen Eindrücken, Erlebnissen und viel Stoff zum Nachdenken. Gelernt habe ich viel und es hat mir auch einen Anstoß für ein eventuelles Diplomarbeitsthema gegeben. Die Kürze der Begegnung hat verschiedene Gründe, aber es ist gut so, wie es ist.

Zur Verdauung habe ich mich erstmal in die Natur zurückgezogen, wobei ich viel nachdenken konnte und mir über manch eine Sache Gedanken gemacht habe. Ich denke, das eine oder andere wird sich hier noch in zukünftigen Beiträgen wiederfinden.

Nun aber zu São Paulo an sich. Diese Stadt beherbergt ca. 20 Millionen Menschen und ist damit die drittgrößte Metropole der Welt. Bereits 1554 wurde sie von einem Jesuiten gegründet und war für ca. 300 Jahre ein kleines Provinznest. Im Zuge des Goldrausches, Mineralabbaus sowie des Kaffee- und Zuckeranbaus wuchs die Stadt zunehmend. Mit der Unabhängigkeit Brasiliens 1822 wurde São Paulo die Hauptstadt eines Bundesstaates. Mit der Abschaffung der Sklaverei 1888 wurde São Paulo Ziel von vielen Immigranten. Daraus erwuchs bis heute eine Bunte Mischung aus der ganzen Welt. In den 80igern war es die am schnellsten wachsende Stadt der Welt. So lebt z.B. auch die größte japanische Gemeinde außerhalb Japans in Sampa (São Paulo) mit 1,5 Japanern. Das spiegelt sich auch in den Kniggen Sampas wieder. Heute ist Samba ein etabbliertes Finanz-, Instustrie und Kulturzentrum.

Theatro Municipal

Theatro Municipal

erstes Hochhaus Sampas

erstes Hochhaus Sampas

Sampa

Sampa

Zwischenzeitlich habe ich Sampa verlassen und bin nach Rio de Janeiro weitergezogen. Hier fühle ich mich – mit Samba verglichen – nicht ganz so sicher. Diese beiden Städte Konkurieren auch gerne miteinander, weshalb ich jetzt bewusst im Vergleich weiter schreibe. Beide Städte haben eine schöne Altstadt, die durch die Modernen Riesen leider nur noch stellenweise zur Geltung kommt. Lustig finde ich, dass man in Rio in der Metro klassische Musik zu hören bekommt, während in São Paulo an fast jeder Metrostation ein Taschenbuchautomat vorhanden ist. Das Metronetz in São Paulo ist sehr viel weiter ausgebildet und auch Zugfahrten sind im Preis mit inbegriffen, dagegen ist der Preis der Metro in Rio deftig. In beiden Orten gibt es viel zu sehen und eine für Brasilien sehr ausgeprägte Kultur. So wurden beide Theater nach europäischem Vorbild gebaut. Am Sonntagnachmittag ist der Museumsbesuch in Rio frei ;-) . Gott hat seinen Humor mir gegenüber in sofern bewiesen, dass ich ganz viele Juden in São Paulo kennengelernt habe und durch Zufall 2 Israelische Museen von innen sehen konnte. Cool fand ich auch eine Begegnung mit einem alten Bekannten, den ich in Israel kennengelernt habe. Er hatte mich in Lebenskunde und Englisch unterrichtet. In Rio gab es einen herzlichen Willkommensempfang und ich darf dank Couchsurfing hier bis zu einem ganzen Monat verbringen – Wenn das nicht gelebte Gastfreundschaft ist!!!!

(Quellen: Lonely Planet: Brasilien, Juni 2008)

Oktober 21st, 2008 at 09:34


2 Responses to “Das Leben”

  1. Iris Says:

    tja, die welt ist klein, dass du auch in Brazil mit Israel in Berührung kommst!! Macht Spaß,deine Berichte zu lesen!der HERR mit dir! lehitra’ot,iris

  2. Ulrike und Klaus Müller Says:

    Hallo, liebe Katharina!
    Heute habe ich es endlich mal geschafft, länger auf deiner Web site zu surfen. Toll! Ich habe mit Spannung deine Berichte gelesen und die tollen Bilder genossen. Bis du heimkommst, hast du ein Buch geschrieben.
    Sei ganz liebe gegrüßt. Jesus trägt und segnet Dich!
    Ulrike

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