und das mit Gott rund um die Welt

Trampen…

einmal anders!

Die Tage musste ich gewaltig schmunzeln, Tatort Gemeinde nach dem Gottesdienst:

F.: Willst du trampen?

K.: Wohin?

F.: Nach Hause?

K.: Wieso????

Das Wieso ist schnell erklärt, weil es dunkel ist und im Dunkeln, ist es nach manch einer Auffassung nicht mehr gesund, auf die Strasse zu gehen, auch wenn die Strasse wie ein Fussballfeld beleutet ist und in regelmäßigem Abstand ein Wachmann auf der Strasse sitzt. Wie ihr sicher mitbekommen habt, wird unsere alt hergebrachte Mitfahrgelegenheit in Brasilien als “Trampen” verstanden.

Die interessanteste Erfahrung habe ich heute gemacht. Da fragt man Abends eine alte Dame, ob man noch auf dem richtigen Weg unterwegs ist. Die Folge ist, dass immer mehr Leute zusammen kommen, um gemeinsam zu beratschlagen…. dann die entscheidende Frage: Aus welchen Land kommst du? Nachdem das geklärt war, war meine Begleitung nach Hause gesichert. Als der Mann aber mit der Zeit mitbekommen hat, dass es sich wirklich nicht um 5 Minuten Fußweg, sondern um eine größere Distanz handelt, spricht er die nächste Frau auf dem Weg an. Fragt sie nach dem Weg. Darauf meint sie, dass es Abends zu gefährlich wäre unterwegs zu sein. Worauf meine Begleitung antwortet, dass diese junge Deutsche nach Hause will- die Mitfahrgelegenheit ist perfekt ;-) . Binnen von Minuten war ich daheim. Ihre Verabschiedung:Pass auf dich auf!

Von mir aus kann ich gar nicht in Allem auf mich aufpassen, denn was weiß ich, wer um die Ecke kommt? Wer ebenfalls auf den Strassen mit mir unterwegs ist und das nicht in positiver Absicht? Natürlich soll man mit Verstand unterwegs sein und nicht naiv in Gefahren reinlaufen, aber der eigentlich auf mich aufpasst und immer wieder Bewahrung schenkt, ist Gott. Ihm sei Dank dafür!!!

Oktober 2nd, 2008 at 12:33


One Response to “Trampen…”

  1. Felix Wiegner Says:

    Amen! :)
    Gut, dass du nicht alleine in Brasilien bist.

    Deus te abençoe,
    und ein Gruß aus Gießen

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