Abenteuer Küche
In Brasilien hat das Wasser leider nicht Trinkwasserqualität, so daß man bereits vor dem Loslegen in der Küche überlegen sollte, wofür man das Wasser braucht. Wie verwöhnt wir in Deutschland sind, merkt man bekanntlich erst in der Fremde
. Hier kommt normalerweise nur kaltes Wasser aus der Leitung (Ich habe das große Glück, dass bei uns Zu Hause auch warmes Wasser fließt- was für ein Segen!!!). Anfangs habe ich mich noch auf die Suche eines Wasserkochers begeben – doch Fehlanzeige. In Brasilien wird das Wasser im Kessel auf dem Gasherd erhitzt, um anschließend Kaffee oder Tee zu kochen. Die besser gestellten Familien erfreuen sich am Besitz einer Mikrowelle, die dann sehr häufig zum Einsatz gelangt. Auch habe ich die Erfindung des Geschirrspüler wieder ganz neu schätzen gelernt. Wenn man nach einem Mittagessen Berge von fettigen Geschirr vorfindet und kein warmes Wasser in Aussicht ist, weiß man, wie vorteilhaft ein Geschirrspüler wäre. Um so mehr schätzt man dann den lieben Hinweis, daß die Frauen heute mal einen freien Nachmittag haben
und die Männer sich ins Kampffeld Küche begeben.
Anders als bei uns werden die “normalen” Teller – die Mittagsteller, hier immer zum Einsatz gebracht. Das ist aber bei den Verzehrmengen auch nicht verwunderlich. Ich höre mir immer wieder an, was für ein schlechter Esser ich sei und das man nach 5 bis 6 Stücken Pizza doch nicht satt sein könne. Beim alltäglichen Besteck wird das Fleischmesser verwendet. Das spricht auf jeden Fall für den hier vorhanden Fleischkonsum
.
Das Essen an sich besteht obligatorisch immer aus Reis und schwarzen Bohnen. Dazu kommt 1 bis 2mal täglich Fleisch (also nichts für Vegetarier), was teilweise auch gleich die ganze Mahlzeit sein kann. Mit etwas Glück gesellen sich dazu noch Salat und Tomaten. Gemüse variiert genauso wie der Nachtisch. Für mich haben sich als typisch südamerikanisch Pastellen herauskristallisiert. Die Füllung variiert von herzhaft bis süß. So kann darin alles enthalten sein: Käse, Fleisch, Hähnchen-Ei-Kräuter, Marmelade, Schokolade etc…
Grundsätzlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Das habe ich an Hand von Pizza gelernt. So gibt es Pizza mit: Feigen, Salatblätter, Hähnchenherzen, Gulasch, und uns schon eher bekannten Krabben, aber auch Eispizzas (z.B. Bananensplit, mit Schokoladen-Erdbeeren, Kokosnuss, Haselnuss, Bananen…. )=> die Aufzählung ist noch lange nicht vollständig.
P.S.: Durch das eigene, praktische Erleben am Tatort “Küche”, werden viele Erzählungen aus der Generation meiner Großeltern sehr viel lebendiger für mich.
4 Responses to “Abenteuer Küche”
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Wir wollen Bilder!!!
September 21st, 2008 at 13:07Soso Fleischmesser … darf ich damit auch 1 Kaesebrot schneiden?
Solche Fragen stellen sich dir wohl net. War jetzt am WE in En Boqeq und habs voll genossen. Das Salzmeer hat schoen was fuer sich … .
Aber es freut mich, dass du net verungern wirst und dass obwohl alles etwas anders is, doch so alles zum Ueberleben da is.
LG bis bald Anita*
September 21st, 2008 at 16:23Auf Wunsch eines einzelnen Mannes habe ich meinen Beitrag verlängert und ein paar Bilder eingefügt
September 22nd, 2008 at 17:33Ja die Erdbeeren sehn gut aus. Ich wusste tief in mir drin, dass es kein Land fuer mich is! Die Fleischaktion bestaetigte es mal wieder!
TRotzdem alles Gute & LG
September 24th, 2008 at 13:18