und das mit Gott rund um die Welt

Ein ganz normaler Uni-Tag !

Wenn ich mich morgens zwischen 9 und 10 Uhr Richtigung Uni begebe, erwacht die Stadt langsam zum Leben. Immer mehr Menschen füllen die Straßen, Busse kommen und fahren, die Ladenbesitzer machen gerade noch mit ihrem Besen den Platz vor dem Geschäft sauber und die Rollläden der Geschafte öffnen sich.

Zunächst komme ich an einem Stand vorbei, wo ich mir für den Tag 2 Plastikchips besorge, um damit meine benötigten Bustickets zu haben. An der Bushaltestelle finde ich auch gleich die erste Schlange wieder ;) .
Nachdem jeder Passagier im Bus bezahlt hat, entweder bar, in Form des Chips oder mit ´ner Art Gutschriftchipkarte, kann die Fahrt losgehen. Das Interessante dabei ist, daß die Leute dem Bus an der Haltestelle zuwinken müssen, damit er anhält. Hält der Bus auf Wunsch eines Passagieres an, dann pfeift oder kommuniziert der Kassierer, wenn der letzte Fahrgast hinten ausgestiegen ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann.

Bushaltestelle

Bushaltestelle

Von der Bushaltestelle aus zu meiner Fakultät hin, heißt es erst ´mal eine 3- spurige Strasse zu überqueren. Im Gebäude angekommen, befindet sich dort meist schon eine grosse Menschenansammlung, die den Fahrstuhl in das entsprechende Stockwerk benutzen will.

Grundsätzlich läßt sich die Uni in Vormittag- und Abendstudiengänge einteilen. So gibt es Studenten, die vormittags (bis 12 Uhr), bzw. abends (ab 18 bis 22 Uhr) studieren.

An sich sind die Klassen hier kleiner. So sind in meinen Kursen zwischen 5 und 20 Leute vertreten, wobei 20 Leute eine Ausnahme ist. Zudem besitzt ich einen Koordinator, der mir hilft, hier einen erfolgreichen Studienaufenthalt zu absolvieren. Mein Schwerpunkt Im ersten Semester ist auf Sprache festgelegt, damit ich im 2. Semester auch anspruchsvollere Kurse besuchen kann. Zur Zeit habe ich schwerpunktmäßig praktische Fächer, wie beispielsweise “Erziehung und Theater” oder “Pass auf dich auf” !.

Diese beiden Kurse begeistern mich gerade auch am meisten. Im Theaterkurs lernen wir, wie man Stoff ansprechend verpacken und die Spannung der Zuhöhrer über eine ganze Schulungseinheit aufrechterhalten kann. Auf der anderen Seite entdecken wir die Phantasie wieder neu, so daß alle Gegenstände lebendig werden. Dagegen beschäftigen wir uns im Kurs “Pass auf dich auf” aktuell mit dem Blick. Was passiert alles, wenn sich 2 Augenpaare gegenseitig Aufmerksamkeit widmen? Wie kann das unser Leben prägen, bzw. verändern? Es gibt mehr als nur das visuelle Sehen. So setzen wir uns beispielsweise mit dem “emotionalen Sehen”, unseren Emotionen, bzw. dem Bauchgefühl auseinander. Von den Kursen werdet ihr sicher das ein oder andere noch ´mal hören.

Unigelaende

FACED- Paedagogische Fakultaet

FACED- Paedagogische Fakultaet

Die Texte zur Vorbereitung für die nächste Unterrichtseinheit bekommt man im gegenüberliegenden Copyshop. Mit dem entsprechenden Namen des Kurses und der Dozentin erhält man den entsprechenden Textbehälter. Wenn man den gesuchten Text gefunden hat, wird dieser Text für einen kopiert. Es bedarf für mich einer ganz schönen Umgewöhnung, daß man hier alles kopieren läßt. Auch vermisse ich den deutschen Locher! Denn die Texte werden hier nach Kursen sortiert alle in Tüten gesammelt.

Zu Mittag geht es dann in die große Unimensa. Das Essen kostet hier 1,30 R$ (ca. 50 cent), damit es sich auch jeder leisten kann und auch jeder gesund durchs Studium kommt :) . Diese Mensa errinnert mich zunächst an die Schulspeisung aus Schülertagen, sowohl vom Lärmpegel her, als auch von den vorhanden Menschenmassen. Dafür ist das Essen vielfältig, ausgewogen und immer mit Vitaminen bedacht.

August 26th, 2008 at 12:28


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