und das mit Gott rund um die Welt

ein ganz normaler Tag

6.30Uhr: Gerade erst wach geworden, werde ich jeden Morgen mit einem “Hello Katrina! Everything OK?” von Fahrana begruesst. Auch die anderen munteren Gesichter begruessen mich auf unterschiedliche Weise, wie beispielsweise Zeichensprache, Lachen etc. Dabei lernte ich durch Fahrana, dass wir alle jeden Tag Geburtstag haben, weil im Anschluss ein Happy Birthday auf Arabisch erfolgt :-) .

Danach startet der morgendliche Ablauf- 8 Maedels wollen geduscht, angezogen und schoen gemacht werden. Anschliessend wird es auch Zeit fuer ihr Fruehstueck, welches in unterschiedlicher Form zu sich genommen wird und dann ab in die Schule.

Nun kann ich die Essenspuren von so manch einem Essensexperiment beseitigen. Dabei fangen die Gedanken an zu kreisen: Ob Fahrana vielleicht doch mit den Loeffel essen lernen koennte? Najoud versteht mehr als sie uns zeigen will- Wie kann man sie bloss motivieren? Argie hat heute wieder nicht gegessen, hoffentlich droht ihr keine Nasensonde wieder …

Irgendwann ist es so weit- 9Uhr- ab zu meinem Fruehstueck. Hier werden die neusten Infos ausgetauscht, Unternehmungen geplant und manch ein Scherz mit den Workern betrieben. So wurden wir heute alle zur Taufe von Fadis Erstgeborenen, am Ostersamstag nach der Arbeit (19.40Uhr), eingeladen. Ansonsten suchen sich die meisten momentan aus einer Unzahl von Ostermessen ihr Programm zusammen, so dass sich die Arbeit und die Messen bzw. Prozessionen vereinbaren lassen. Da hat es das protestanische Lager einfacher :-) . Es gibt nur einen Oster-Sonnenaufgangs-Gottesdienst im Gartengrab um 6.30 und fuer die Langschlaefer um 9.30Uhr.

Nach dem Fruehstueck ging es fuer mich heute zum Herodionnationalpark in die Westbank hinter Bethlehem. Hier hatte sich Herodes zwischen 22-15 v.Chr eine Burg mit einer wunderschoenen Aussicht auf das Land und erstaunlichem, grossem, unterirdischem Zisternensystem gebaut.

Nach unseren Ausflug hiess es schnell etwas zu Mittag zu essen. Nun ist es bereits 15 Uhr. Die Kinder freuen sich, dass endlich der Mittagschlaf beendet ist und nun die Zeit fuer Aktivitataeten bzw. Therapie beginnt. Da ist auch schon die Ergotherapeutin, die mir mein erstes Kind zum Rohlstuhltraining entfuehrt. Eine andere Lehrerin moechte ein weiteres Kind mit zum Musikunterricht nehmen. Heute steht fuer uns Jacuzzi auf den Plan. Dass heisst Beeilung mit den Kaffeetrinken und ab in die Badeklamotten.

Im Anschluss gibt es Abendbrot und die Kinder wandern ins Bett. Noch ein persoenlichen Gute-Nacht-Gruss an jeden Einzelnen und das Licht wird geloescht.

Nun geht es fuer uns zum Abendbrot und anschliessend stroemen wir zu diversen Unternehmungen aus. Ich habe mich entschlossen, heute das Musikal “Covenant” zu besuchen. Es handelt darueber, wie Gott mit seinem Volk Geschichte schreibt von Abraham bis jetzt. Am Ende gab es noch ein kurzes Statement der Darsteller, dass Gott sein Volk nie im Stich gelassen hat. Er ist ein Gott der Treue, der seine Kinder liebt! Israel, vertraue auf den Herrn! Was mich berueht hat, war das Versprechen welches die Darsteller den Anwesenden juedischen Gaesten mit auf den Weg gegeben haben:

Wir haben euch einmal im Stich gelassen, aber dass soll nicht ein zweites mal passieren. Wir flehen gemeinsam Gott um Gnade und Erbarmen fuer sein Volk an!

Shalom, Go in Peace!
März 21st, 2008 at 18:32


2 Responses to “ein ganz normaler Tag”

  1. Anita Says:

    Hat Ofrah sich schon gemeldet?

  2. mandelzweig Says:

    Ne, leider noch nicht. Bin auch ab heute bis Sonntag unterwegs. Somit kann ich sie nur noch am Sonntagabend oder Montagmorgens vor 9 Uhr treffen.
    Dir ne gesegnete Woche
    Katharina

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